Energieversorgung: Genug Energie fürs Saarland wird Riesen-Herausforderung
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Energieversorgung Genug Energie fürs Saarland wird Riesen-Herausforderung
Meinung | Saarbrücken · Wo will das Saarland die riesigen Mengen an Energie hernehmen, die Unternehmen und Privathaushalte künftig brauchen? Die Zeit drängt.
14.08.2026 , 08:00 Uhr
Solarparks werden künftig als Teil der Versorgung mit erneuerbaren Energien noch häufiger zum Erscheinungsbild im Saarland gehören.
Foto: Sarah Konrad
Auf der Halde Hirschbach der RAG in Saarbrücken-Dudweiler kann man erleben, wie lange und gleichzeitig erfolgreich die Wegstrecke vom einstigen Bergbau zu erneuerbaren Energien als dem künftigen Hoffnungsträger sein kann. Der dortige Solarpark ist ein gelungenes Beispiel für Strukturwandel an der Saar. Doch der künftige Energiebedarf ist riesig, nicht nur wegen des Umbaus der Stahlindustrie zum grünen Stahl auf der Basis von klimafreundlichem Wasserstoff. Keiner weiß gegenwärtig jedoch verlässlich, wo diese riesigen Mengen an Energie künftig herkommen sollen.
Energieversorgung muss oberste Priorität haben
Das Saarland muss als Industrieregion mit klugen Antworten deutlich schneller sein als andere. Die Landesregierung hat das verstanden und diskutiert bereits mit allen Energielieferanten für unsere Region darüber, was sie dazu beitragen können, diese sichere Energieversorgung auch künftig rund um die Uhr gewährleisten zu können. Zumal ausgeschlossen sein muss, dass es in Betrieben oder auch zu Hause zu längeren Stromausfällen kommt. Wenn man es positiv sehen will, dann besteht für das Saarland jetzt die Chance, eine Modellregion für zukunftstaugliche, verlässliche Energiekonzepte zu werden.
Helfen könnte dem Land auch, dass uns gerade weltweit tätige Energielieferanten wie Engie entdecken, die in Ensdorf ein wasserstofftaugliches Gaskraftwerk bauen und dafür eine Milliarde Euro investieren wollen. Das wäre ein Zwischenschritt, aber alleine längst noch nicht die Lösung. Die Zeit drängt. Eine sichere Energieversorgung ist mit eine Voraussetzung für einen langfristigen Fortbestand des Saarlandes. Das Thema muss oberste Priorität haben.