EM: Weitere Entscheidungen - Hudson-Smith gewinnt in «seinem» Stadion 400-m-Gold

Teilen ...

  • 2 min read
EM: Weitere Entscheidungen - Hudson-Smith gewinnt in «seinem» Stadion 400-m-Gold

Teilen

  • «Local Hero» Matthew Hudson-Smith sichert sich in Birmingham seine insgesamt 5. EM-Goldmedaille.
  • Die polnische Hammer-Legende Anita Wlodarczyk wird nur Vierte und geht für einmal leer aus.
  • Über 400 m Hürden der Frauen geht Gold in die Slowakei.
  • Der Titel über 110 m Hürden geht dank Jason Joseph in die Schweiz.

400 m Männer: Hudson-Smith nutzt Heimvorteil aus

Von Europarekordhalter Matthew Hudson-Smith, dem Olympia-Zweiten von Paris und Vize-Weltmeister von 2023, erwarteten die britischen Fans nichts weniger als den Titel. Der 31-Jährige wuchs in Birmingham auf, begann im Alexander Stadium mit der Leichtathletik, für die Titelkämpfe wurde eine temporäre Tribüne nach ihm benannt. Der Druck war also immens. Doch Hudson-Smith blieb auf der Aussenbahn cool und holte in 44,17 Sekunden sein insgesamt 3. EM-Gold über die 400 m. Zusammen mit 2 Staffel-Titeln steht er gar bei 5 Mal EM-Gold. Silber ging an Muhammad Abdallah Kounta (FRA), Bronze holte der Niederländer Jonas Phijffers mit neuem Landesrekord.

Hammerwurf Frauen: Eine Ära geht zu Ende

Seit ihrer 1. Teilnahme 2010 gewann Anita Wlodarczyk immer eine Medaille, wenn sie bei einer EM dabei war. Bronze, Gold, Gold, Gold, Gold, Silber lautet die Ausbeute der dreifachen Olympiasiegerin, vierfachen Weltmeisterin und Weltrekordhalterin. Doch die EM-Serie der 41-Jährigen riss in Birmingham. Wlodarczyk kam nicht über 72,37 m hinaus und verpasste damit ihre 7. EM-Medaille um 51 Zentimeter. Grosse Siegerin war die Finnin Silja Kosonen. Mit 76,28 m distanzierte die 23-Jährige bei ihrer 1. Elite-Teilnahme die Konkurrentinnen um fast 2 m.

400 m Hürden Frauen: Zapletalova holt den Titel

Zu einem überlegenen Sieg stürmte Emma Zapletalova über 400 m Hürden. Dem Finish der Slowakin hatte keine der Konkurrentinnen etwas entgegenzusetzen. In 52,91 Sekunden gewann die 26-Jährige ihren 1. EM-Titel. Zur Freude des Publikums fing Emily Newnham (GBR) auf den letzten Metern die Portugiesin Fatoumata Binta Diallo noch ab und sicherte sich mit persönlicher Bestzeit Silber. Diallo musste sich trotz Landesrekord mit Bronze begnügen.

Mark English verblüfft mit Uralt-Rekord

Box aufklappen Box zuklappen

Noch nicht gefallen sind die Würfel über 800 m bei den Männern. Dabei ist Mark English mit einem Paukenschlag in den Final vom Donnerstagabend eingezogen. Der Ire knackte in 1:43,49 Minuten den EM-Rekord über die 2 vollen Bahnrunden. Bemerkenswert ist dies vor allem darum, weil die alte – von Olaf Beyer in 1:43,84 zu DDR-Zeiten aufgestellte Marke – 48 (!) Jahre überdauert hat. Mit diesem Exploit hievte sich der 33-jährige English in die Favoritenrolle.

Resultate & Service

SRF zwei, sportlive, 12.08.2026 20:25 Uhr ;  rek