Eisbären kommen im Welli wieder in Rollen
KI-Stimme. InfoWenn Meistertitel zur Gewohnheit werden, dann hat das Folgen. Im Fall der Eisbären Berlin zieht es die wiederholte Teilnahme an der Champions Hockey League (DEL) nach sich. Damit verbunden ist lä...
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KI-Stimme. Info
Wenn Meistertitel zur Gewohnheit werden, dann hat das Folgen. Im Fall der Eisbären Berlin zieht es die wiederholte Teilnahme an der Champions Hockey League (DEL) nach sich. Damit verbunden ist längst auch der ritualisierte Ausflug in die Vergangenheit, in den Wellblechpalast nach Hohenschönhausen. Die alte Heimat des Rekordmeisters der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Die Erinnerung an frühere Zeiten, ein Schuss Nostalgie und Romantik.

Die Fans mögen das. Dem Klub kommt es entgegen, solange der Ansturm auf die Tickets für die Partien in der CHL nicht stark genug ist, um die Auftritte in der Uber Arena vor einer angemessenen Kulisse durchzuführen. Diesmal wäre dort ohnehin kein Platz. Die WM der Basketballfrauen nimmt die große Halle in Beschlag. In der kleinen Halle hatten aber alle ihren Spaß. Die Eisbären fuhren den ersten Sieg ein und liegen nach dem 4:1 (3:0, 0:1, 1:0) gegen die Graz99ers auf Kurs.
Eisbären Berlin müssen ohne Kirk auskommen
Was fast standesgemäß klingt, war nicht unbedingt selbstverständlich. Das Duell gegen den österreichischen Meister vor den 4227 Zuschauern brachte einige Herausforderungen mit sich. Die vordergründigste war zweifellos, es diesmal besser zu machen als am vergangenen Wochenende. Zwei heftige Niederlagen in der Schweiz ließen das Team von Trainer Eric Dubois als Tabellenletzten in die Partie gehen. Allerdings hatten die Österreicher zum Auftakt auch zweimal verloren, sogar daheim.
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Durch den Ausfall von Top-Stürmer Liam Kirk wurde es für die Berliner jedoch nicht einfacher. Vier Angreifer fehlen damit inzwischen, Verteidiger Eric Mik musste mal wieder vorn aushelfen. Insgesamt war Dubois gezwungen, alle jungen Zugänge reichlich einzusetzen. Das ging gegen die Grazer aber gut auf. Die Eisbären machten von Beginn an Druck, spielten mit gutem Tempo nach vorn und agierten hinten konsequent. Dafür wurden sie belohnt.
Leonhard Pföderl unterstrich seine gute Frühform durch einen platzierten Schuss aus dem Bullykreis. Er brachte dem EHC die Führung (10.). Markus Vikingstad (19.) und Pföderl in Überzahl (20.) bauten sie im ersten Drittel auf 3:0 aus. Ein wohltuendes Polster nach den 14 Gegentoren des ersten Wochenendes, das der Mannschaft mehr Sicherheit geben sollte. Allerdings mussten die Berliner in Unterzahl das 3:1 durch Chris Collins hinnehmen (28.). Ein interessanter Moment im Spiel.
Eisbären Berlin überstehen schwierigen Moment
Denn zuvor hatten Gegentreffer die Eisbären regelrecht paralysiert. Das war diesmal nicht der Fall, sie bestimmten die Partie weiterhin. Wenngleich sie viele Chancen teils leichtfertig vergaben. Mik aber nutzte einen Augenblick der Verwirrung vor dem Tor der Gäste zum 4:1 (41.) und machte alles klar.
Mit dem ersten Pflichtspielsieg der neuen Saison haben sich die Eisbären in der Tabelle etwas nach oben gearbeitet. Außerhalb der Play-off-Ränge liegen sie aber weiterhin. Das soll sich am Sonntag im nächsten Heimspiel ändern. Dann ist Herning Blue Fox zu Gast im Wellblechpalast (18 Uhr, Magentasport). Der dänische Meister hat alle drei bisherigen Partien verloren, dabei aber zuletzt einen Punkt gesammelt. Zur Gewohnheit wollen das die Berliner bei den Dänen jedoch nicht werden lassen.