Drohnen-Attacke am Flughafen Leipzig: Dobrindt sieht neue Qualität der Bedrohung
Das Netz der Sicherungsmaßnahmen soll nach dem Fund einer mit Sprengstoff beladenen Drohne am Flughafen Leipzig/Halle weiter geschlossen werden, kündigte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt an. Es gelte, den...
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Das Netz der Sicherungsmaßnahmen soll nach dem Fund einer mit Sprengstoff beladenen Drohne am Flughafen Leipzig/Halle weiter geschlossen werden, kündigte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt an. Es gelte, den hybriden Bedrohungen etwas entgegenzusetzen, sagte der CSU-Politiker auf einer Pressekonferenz am Mittwochabend auf dem Flughafen Leipzig/Halle.
Hier war in der Nacht zum Mittwoch eine Drohne gefunden worden, an der ein Zünder angebracht war. Die dazugehörige Sprengladung lag unweit der Drohne unmittelbar neben einem ukrainischen Frachtflugzeug. Offenbar hatte ein technischer Defekt dazu geführt, dass die Sprengladung abriss und nicht zünden konnte. Dobrindt sprach von einer hohen Bedrohungslage.
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„Es ist eine sehr ernste Lage“, sagt Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU), der in einem kleinen Versprecher zunächst den Flughafen Dresden erwähnte. Es gäbe eine Reihe von Drohnensichtungen über kritischer Infrastruktur in den vergangenen Monaten in ganz Sachsen. Es sei aber der erste Fall, bei dem eine Drohne mit Sprengstoff bestückt worden sei. Schuster kündigte umfangreiche Untersuchungen an, unter anderem auch zur Herkunft des Sprengstoffs, die Hinweise auf den Anschlagsverursacher liefern könnten.
Es liege bei derartig hybriden Angriffen in der Natur der Sache, dass die Dinge nicht sofort offenliegen, so Bundesinnenminister Dobrindt. Eine zentrale Rolle bei den Ermittlungen spielt das 2025 eingerichtete Drohnenabwehrzentrum, in dem Experten von Bundespolizei, Bundeskriminalamt, Landespolizeien und Bundeswehr rund um die Uhr Informationen zum Lagebild zusammentragen. Im Fokus stehen Flugverkehrsstörungen, Spionage- oder Sabotageversuche. Es gehe dabei um eine enge Zusammenarbeit der Behörden und auch der Bundesländer untereinander, so Dobrindt.
Die Zentralstelle Extremismus Sachsen (ZESA) bei der Generalstaatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen haben in der Zwischenzeit die Ermittlungen übernommen.
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