HSV-Talente sorgen plötzlich für ein echtes Luxusproblem
HSV Drei Talente für die Bundesliga: Schaffen diese HSV-Spieler jetzt den großen Sprung? Der HSV bereitet sich auf seine zweite Bundesliga-Saison nach dem Aufstieg vor. Mehrere Talente spi...
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Drei Talente für die Bundesliga: Schaffen diese HSV-Spieler jetzt den großen Sprung?
So viele Eigengewächse drängten schon lange nicht mehr auf einen Platz im Bundesliga-Kader des HSV. Auf Trainer Merlin Polzin wartet ein Luxusproblem.
Bislang geht die Rechnung voll auf. Mit dem klaren Ziel, seinen Eigengewächsen die nächsten Schritte zu ermöglichen, startete der HSV in die Saisonvorbereitung. Nach der Hälfte der Zeit bleibt festzuhalten: Zumindest drei Talente bewerben sich nachhaltig für Kaderplätze in der Bundesliga. Auf Trainer Merlin Polzin wartet ein Hauen und Stechen, das in dieser Form nicht zu erwarten war.
Die Jungen geben Gas, das war auch beim 1:2 im Test gegen Everton der Fall. Mit Angreifer Otto Stange (19) und Linksverteidiger Louis Lemke (16) bot Polzin zwei Talente aus dem eigenen Stall von Beginn an auf. Nach Nicolás Capaldos früher Verletzung (8. Minute) rückte dann auch noch Innenverteidiger Shafiq Nandja (19) ins Team. Drei Youngster, die allesamt das Zeug dazu haben, auch in der Bundesliga Kaderspieler zu werden. Dazu kommen mit Jason Bissi-Mouelle (18) und Flügelspieler Thierry Sedlatschek (17) weitere hoffnungsvolle Talente, denen der HSV perspektivisch den Sprung zutraut.
HSV-Talent Stange wurde gerade U19-Europameister
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Wer schafft es demnächst schon in den Kader? Am dichtesten sollte im Normalfall Stange dran sein. Der Angreifer, der die DFB-Junioren mit vier Turniertreffern gerade zum Vize-Titel bei der U19-EM schoss, geht bereits in seine dritte Profisaison und soll den nächsten Schritt machen. „Mein Ziel ist: Ich möchte spielen und Minuten sammeln“, stellte Stange nach dem Everton-Spiel selbstbewusst fest. Auffällig: Gegen die robusten Engländer zeigte er, dass er auch bezüglich der Zweikampfhärte zugelegt hat. Aber: Der HSV will noch einen weiteren Angreifer verpflichten.
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Die größte Überraschung der Vorbereitung ist Lemke, für den es seit einem Jahr nur bergauf geht. Der Rekord-Profi des HSV (niemals war jemand bei seinem ersten Profi-Einsatz jünger) bekam in den Tests gegen Rapid Wien, Heidenheim und Everton die meiste Einsatzzeit aller Feldspieler und überzeugte als Platzhalter für WM-Fahrer Miro Muheim (kehrt zum Wochenstart aus dem Urlaub zurück). Aber: Trauen die HSV-Bosse Lemke die Rolle als Backup schon zu? Oder verpflichten sie, wie ursprünglich angedacht, Verstärkung? Dann wäre Lemkes Kaderplatz in der Bundesliga wohl erst mal futsch.
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Auch Nandja darf hoffen. In der Endphase der vergangenen Saison kam er bereits zu zwei Bundesliga-Einsätzen und offenbart nun weitere Schritte nach vorn. In der Vorbereitung glänzt er durch Abgeklärtheit und Zweikampfstärke. „Shafiq hat ein tolles Spiel gemacht. Das ist nicht selbstverständlich. Er war sehr abgeklärt, sehr ruhig“, lobte Polzin am Samstag. „Für ihn war es wieder der nächste Schritt, um im Herrenbereich anzukommen. Das ist der Weg, den wir weitergehen wollen.“
Der HSV sucht aber weiter nach einem neuen Abwehrchef als Ersatz für den nach seiner Leihe abgewanderten Luka Vuskovic (jetzt Brighton). Zudem steigt dessen Bruder Mario im Herbst nach vierjähriger Dopingsperre wieder im Volkspark ein.
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Welche HSV-Talente schaffen dauerhaft den Sprung in den Kader?
Stange, Lemke und Nandja – drei neue Jugend-Asse im Ärmel, die auf Spielzeit drängen. Für den HSV ist es eine gewaltige Chance, sich nicht nur selbst Verstärkung zu schnitzen, sondern irgendwann auch monetär zu profitieren und möglicherweise mal eine höhere Ablöse zu generieren. So, wie es sich der Klub aktuell von Fabio Baldé (21) erhofft. Der Flügelstürmer, der auf eine bislang völlig verkorkste Vorbereitung mit mehreren Verletzungen und ohne Testspiel-Minute zurückblickt, würde den Verein gern verlassen. Sein Transferwert wird auf etwa fünf Millionen Euro taxiert. Zumindest diesen Betrag erhofft sich auch der HSV.
Wie schnell es mitunter gehen kann, offenbarte vor zwei Jahren ein anderes HSV-Talent. Abwehrmann Karim Coulibaly (jetzt 19 Jahre alt) wechselte im Sommer 2024 unter großem Getöse zu Werder Bremen, kickte dort ein Jahr lang weiter im Nachwuchs und schaffte in der Vorsaison den Sprung zum Bundesliga-Stammspieler. Nach wie vor steht für diesen Sommer ein 40-Millionen-Euro-Wechsel nach England im Raum.
Coulibaly und Nandja kickten einst beim HSV zusammen in der U17 und sind gut miteinander befreundet. Nach dem einen schickt sich nun der andere an, womöglich auch bald in der Bundesliga für Furore zu sorgen.