Dittmers versöhnliches Remis: Walsede startet mit einem 2:2

StartseiteSportLokalsportKreis RotenburgStand: 09.08.2026, 22:08 UhrKommentareUns auf Google folgenIn diesem Moment erobert Douglas Grün (M.) den Ball von Michel Dittmer (verdeckt) und leitet den Führungstreffe...

  • 3 min read
Dittmers versöhnliches Remis: Walsede startet mit einem 2:2

Stand: 09.08.2026, 22:08 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Douglas Grün gegen Michel Dittmer

In diesem Moment erobert Douglas Grün (M.) den Ball von Michel Dittmer (verdeckt) und leitet den Führungstreffer ein. © Neddermann

Trotz eigenem Fehler verliert Michel Dittmer als Coach den Auftakt erstmals nicht. Gegen Fintau entwickelt sich ein Spiel mit zwei verschiedenen Hälften.

Kirchwalsede – Auf ihrem Instagram-Account waren die Kreisliga-Fußballer des FC Walsede aufgefordert, zu schätzen, wer den ersten eigenen Treffer der neuen Saison erzielt. Die Mehrheit der Befragten hatte auf Benneth von Frieling oder Klaas Tietjen getippt. Tatsächlich war es aber Maik Müller, der für die Gastgeber gegen die SG Fintau den 0:1-Pausenrückstand 50 Sekunden nach Wiederanpfiff ausglich. Letztlich trennten sich beide Teams mit 2:2. Für den heimischen Spielercoach Michel Dittmer war es zumindest persönlich ein versöhnliches Ergebnis: „Das war das allererste Auftaktspiel, das ich als Trainer nicht verloren haben.“

Aber für welches Team war es letztlich das schmerzhaftere Ergebnis? „Uns tut es mehr weh, weil wir jetzt nach Bremervörde fahren und da der klare Außenseiter sind. Danach haben wir spielfrei. Deshalb hätten wir heute gerne mehr mitgenommen“, meinte Björn Mickelat. Letztlich sei es für beide Mannschaften aber „ein gerechtes Unentschieden“ gewesen, weil Fintau die erste Halbzeit gehörte und Walsede erst mit dem Seitenwechsel stattfand. Wirklich hervorheben wollte Mickelat aus seiner Startelf niemanden. Stattdessen lobte er die Einwechselspieler sowie Douglas Wink, den Flügelspieler der Gäste, für seine Entwicklung und ergänzte: „Wir hätten selbst ein paar Gute gebraucht, um zu gewinnen.“

Wir hätten selbst ein paar Gute gebraucht, um zu gewinnen.

Typisch erster Spieltag – mit diesen drei Wörtern ließ sich die Anfangsphase zusammenfassen. Beide Seiten bekamen keine Ruhe in ihr Spiel und fielen durch diverse schnelle Ballverluste auf. Einen äußerst folgenreichen Fehler leistete sich Dittmer. Neuzugang Marius Schönfeld bestrafte ihn mit dem 1:0 (17.). Bis zur Pause blieb es bei diesem Zwischenstand, weil Schönfeld und Wink auf der einen Seite und Benneth von Frieling auf der anderen aus teils freier Position vergaben. „Wir stehen hinten kompakt und haben dadurch wenig zugelassen“, lieferte Gästecoach Jan Kruse eine weitere Begründung für die chancen- und torarme erste Hälfte.

Nach der Pause legten beide Teams dafür los wie die Feuerwehr. Innerhalb der ersten 50 Sekunden besaß Müller zwei Gelegenheiten, von denen er eine zum Ausgleich verwandelte. Fintau reagierte umgehend und nutzte den zweiten Ball. Nach einer bereits geklärten Ecke legte Schönfeld auf Wink, der von außerhalb des Sechzehners platziert ins linke untere Eck abschloss (48.). „In der zweiten Halbzeit ist Walsede mehr am Drücker und wir verpassen es, mal wieder mehr Ruhe reinzubekommen. Da waren nur noch lange Bälle bei und es wurde gehofft, dass Dougi Wink hinterherläuft“, fasste Kruse zusammen.

Chancenreiche Schlussphase

Die Gastgeber hingegen wurden offensiv immer aktiver. „Zum Schluss haben wir noch mal alles reingehauen, waren nur in der Chancenverwertung nicht konsequent genug“, sagte Mickelat. Nach dem Tor von Leif Gieseke (76.) vergaben Tietjen, Müller, Arthur Bossert und Dittmer den Siegtreffer. Letzterer haderte mit seiner Direktabnahme, die knapp über die Latte flog (90.+4): „Den treffe ich so gut.“ Aufmunternd gemeinte Worte lieferte der ebenfalls glücklose Tietjen: „Wir hatten alle ein Ding auf dem Kopf oder Fuß.“ Dazu gehörte auch Wink, dessen Lupfer erst hinter dem Netz auftrumpfte (90.+3).

FC Walsede: Beerhorst - Gieseke, Bodewell, Henke (65. Kleinert), Himmler, Tietjen, Bossert, von Frieling, Postler (85. Gebhardt), Müller (90.+2 Homann), Dittmer; SG Fintau: N. Hüttmann - Kohnen, Metze (79. Schwiebert), Ehrke, Lüdemann (75. Lemke), Bellmann (79. Schäffer), A. Holsten, Wink, Grün, Kezer, Schönfeld (57. Camara).