Personalmangel bei VBZ: Tram-Ausbau zum Letzigrund und Enge verschoben

Das Tramnetz Süd kann zum Fahrplanwechsel nicht vollständig umgesetzt werden: Der 6er fährt vorerst nicht zum Letzigrund. Auch der 10er kann die anderen Linien erst später entlasten.

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Personalmangel bei VBZ: Tram-Ausbau zum Letzigrund und Enge verschoben

Die Zürcher Verkehrsbetriebe verschieben den Ausbau von Tramlinien – wegen eines anhaltenden Problems

Das Tramnetz Süd kann zum Fahrplanwechsel nicht vollständig umgesetzt werden: Der 6er fährt vorerst nicht zum Letzigrund. Auch der 10er kann die anderen Linien erst später entlasten.

21.08.2026, 14.11 Uhr

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Aktualisiert


Das Central aus der Vogelperspektive: Eigentlich hätte die Tramlinie 6 schon ab Dezember bis zum Letzigrund fahren sollen.

Das Central aus der Vogelperspektive: Eigentlich hätte die Tramlinie 6 schon ab Dezember bis zum Letzigrund fahren sollen.

Michael Buholzer / Keystone

Am 13. Dezember findet der Fahrplanwechsel statt. Dann wird auch der momentan im Bau befindliche Bahnhofquai in Zürich wieder geöffnet. Das Umsteigen an dem wichtigen Knotenpunkt wird wieder einfacher. Das sogenannte Tramnetz Süd soll zudem die Kapazität im öffentlichen Verkehr zu den Stosszeiten verdoppeln.

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Doch nicht alle Verbesserungen können wie geplant zum Fahrplanwechsel umgesetzt werden. Die Verlängerungen der Tramlinien 6 bis zum Letzigrund und 10 bis zum Bahnhof Enge verzögern sich. Die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) können diese erst am 10. Mai 2027 einführen.

Weitere «Rekrutierungswellen» abwarten

Als Grund führen die VBZ die angespannte Personalsituation an. Wie sie in einem Communiqué vom Freitag schreiben, habe der Personalbestand noch nicht so weit aufgebaut werden können, wie er für die Linienverlängerungen notwendig sei. Trotz intensiven Rekrutierungsbemühungen, wie es heisst. Man wolle weitere «Rekrutierungswellen» abwarten, bevor man den Ausbau der beiden Linien vorantreibe, lässt sich der VBZ-Direktor Martin Sturzenegger zitieren.

Mit der Wiederöffnung des Bahnhofquais werden die beiden für viele Passagiere ungewohnten Tram-Baulinien 50 und 51 eingestellt. Die vorher unterbrochenen Linien 4, 11, 13, 14 und 17 via Bahnhofquai werden auf den vorgesehenen Strecken verkehren. Zu den Stosszeiten wird die Linie 5 bis Rehalp und Albisgütli, die Linie 17 via Paradeplatz und Bahnhof Selnau bis Bahnhof Wiedikon verlängert.

Ab 10. Mai soll die Zoo-Linie 6 dann tagsüber ab Central via Bahnhofplatz/HB–Stauffacher–Albisriederplatz bis zum Letzigrund unterwegs sein. Sie entlastet damit die Linien 2, 3 und 14 ab Bahnhofplatz und bietet zusätzliche Kapazität entlang der Badenerstrasse. Die Flughafen-Linie 10 soll Montag bis Samstag tagsüber bis Bahnhof Enge verlängert werden.

Schon seit dem Jahr 2022 kämpfen die VBZ verstärkt mit Personalmangel. Dies hatte mit der Pandemie und hat auch mit dem Fachkräftemangel zu tun. Immer wieder musste daher beispielsweise die Tramlinie 15 stillgelegt werden.

Künftig wird noch mehr Personal benötigt

Dass die VBZ ihre Pläne jetzt wegen des Personalmangels erneut ändern müssen, ist bemerkenswert. In den nächsten Jahren stehen nämlich weitere Ausbauschritte an.

So treiben die VBZ die sogenannte Ringstrategie voran. Die Stadt Zürich soll durch einen inneren und einen äusseren Ring von Querverbindungen erschlossen werden. Dies mit dem Ziel, das Nadelöhr Hauptbahnhof zu entlasten – und zusätzliche Kapazität zur Verfügung zu stellen. Das ist aufgrund des prognostizierten Bevölkerungswachstums nötig. Wichtigstes Element ist dabei das Tram Affoltern, das bis 2031 gebaut sein soll. Auch das Nachtnetz bauen die VBZ laufend aus.

All diese Vorhaben werden dazu führen, dass die VBZ schon in wenigen Jahren deutlich mehr Personal benötigen werden als heute. Personal, das offenbar immer schwieriger zu finden ist.

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