Die Teenager-Bande von Borussia Dortmund
StartseiteSportFußballStand: 30.07.2026, 18:06 UhrKommentareUns auf Google folgenSaisontipp_26_27_0108.pdf © OPDer BVB hat sich mit dem 18-jährigen Konstantinos Karetsas geeinigt. Der Spielmacher soll vom KRC G...
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Stand: 30.07.2026, 18:06 Uhr
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Der BVB hat sich mit dem 18-jährigen Konstantinos Karetsas geeinigt. Der Spielmacher soll vom KRC Genk nach Dortmund kommen.
Es ist kein leichter erster Transfersommer für Sportdirektor Ole Book bei Borussia Dortmund. Während die Mannschaft sich derzeit auf Japanreise befindet, muss der Neue aus Elversberg hart um Zugänge verhandeln. Welches Gesicht die Mannschaft in dieser Saison zeigen wird, ist schwer zu prognostizieren. Verstärkung in Form von mindestens zwei Spielern muss noch kommen, um sich als klare Nummer zwei in Deutschland zu etablieren. So befand auch Trainer Niko Kovac nach einem Test gegen Fortuna Düsseldorf. Dass es sowohl gegen den Drittligisten (1:2) als auch gegen den japanischen Erstligisten Osaka (0:1) Niederlagen gab, hat wenig Aussagekraft, da Kovac als Nachwehen der WM und wegen des langen Dortmunder Transferstaus fast nur Teenager aufstellen konnte. Nun ist der erfahrene Coach gefragt, schnell eine Mannschaft zu formen, die den Erwartungen in Dortmund gerecht wird: Die Vizemeisterschaft soll her, und das nicht einfach so, sondern mit attraktivem Fußball.

Zu-und Abgänge
Zugänge: Joane Gadou (RB Salzburg), Kauã Prates (EC Cruzeiro), Justin Lerma (Independiente), Samuele Inácio, Mussa Kaba, Mathis Albert (alle Borussia Dortmund II)
Abgänge: Kjell Wätjen (FC Midtjylland, zuvor an VfL Bochum verliehen), Cole Campbell (SV Elversberg, zuvor an TSG Hoffenheim verliehen), Julien Duranville (Olympique Lyon, zuvor an den FC Basel verliehen), Julian Brandt (Vertragsende), Salih Özcan (Besiktas Istanbul), Niklas Süle (SV Tiefenbach)
Wie stark ist der Kader?
Lange Zeit war erstaunlich wenig aus Dortmund in Sachen Transfers zu hören. Früh wurden die Transfers der Youngster Joane Gadou (19 Jahre), Kaua Prates (17) und Justin Lerma (18) bekannt gegeben. Da standen die Abgänge von Karim Adeyemi, Julian Brandt und Niklas Süle schon fest. Danach: Stille. Erstaunlich, wie es BVB-Geschäftsführer Lars Ricken und dem neuen Sportdirektor Ole Book gelungen ist, dass kein Wort über ihre Pläne nach außen drang. Zum Start in die Vorbereitung bat Ricken um Geduld. Zwei Wochen später kann er einen Erfolg vermelden: Er bestätigt eine Einigung mit Konstantinos Karetsas – auch erst 18 Jahre alt. Er soll vom KRC Genk nach Dortmund kommen. Auch am deutschen Nationalspieler Said El Mala hat der BVB großes Interesse. Der 1. FC Köln verlangt aber weiterhin 50 Millionen.
Worauf steht der Trainer?
Niko Kovac hat den BVB defensiv stabilisiert. Nun soll es an die Offensive gehen: Schnelles Spiel und mehr Tore wünscht sich das anspruchsvolle Dortmunder Publikum. Dass an den Bayern kein Vorbeikommen ist, scheint beschlossene Sache, aber in den Pokalwettbewerben wollen die Dortmunder wieder länger vertreten sein. Dabei fehlen Kovac die Routine und zeitweise Genialität eines Julian Brandt und die Schnelligkeit von Karim Adeyemi. Karetsas soll der neue Spielmacher werden. El Mala, bei dem ein Wechsel alles andere als sicher ist, wäre eine Verstärkung für Linksaußen.
Wo hapert es noch?
Nico Schlotterbeck wird dem BVB nach seiner Verletzung bei der Weltmeisterschaft zunächst fehlen. Ersetzen kann ihn keiner im Kader. Ist die Frage, wer neben Waldemar Anton beginnen wird? Filipo Mane wäre eine Option, wenn er fit ist. Im ersten Testspiel der Japanreise gegen Osaka musste er nach der ersten Halbzeit verletzt ausgewechselt werden. Egal, wer am Ende zum Auftakt gegen den HSV starten wird: Die Mannschaft wird kaum eingespielt sein. Die Japanreise bringt Anstrengungen und Verpflichtungen mit sich, die Trainingszeit kosten. Dazu kommt, dass Nationalspieler wie Felix Nmecha, Waldemar Anton und Maximilian Beier sowie Daniel Svensson zwar mit nach Asien gekommen sind, aber noch nicht im Kader für das erste Testspiel standen. Zudem ist die Kaderplanung noch nicht abgeschlossen, sodass mögliche Zugänge erst noch integriert werden müssen.
Wer sticht heraus?
Julian Ryerson hat die Weltmeisterschaftsbühne für sich genutzt. Mit seinen rudernden Norwegern hat er nicht nur die Fans begeistert, sondern durch seinen in Dortmund gut bekannten Einsatz auf der rechten Außenbahn auch sportlich überzeugt. Durch seine 15 Vorlagen in der Vorsaison – und mangels adäquater Alternativen – hat er sich beim BVB auf dieser Position unverzichtbar gemacht. Ein weiterer Gewinner der WM ist Gregor Kobel. Der Schlussmann war der Schweiz der gewohnt zuverlässige Rückhalt und führte die Eidgenossen im Elfmeterschießen gegen Kolumbien ins Viertelfinale.
Was ist drin?
Soll es eine gute Saison für den BVB werden, sollte am Ende die Vizemeisterschaft stehen. Außerdem täte es Fanseele, Vereinskasse und internationalem Ruf gut, wenn Patzer wie gegen Atalanta Bergamo (1:4-Niederlage im Rückspiel der Champions-League-Playoffs und damit das Aus) sich nicht wiederholen und der BVB im Frühjahr europäisch sowie im DFB-Pokal noch vertreten wäre. Dass das möglich ist, hat der Verein in den vergangenen Jahren bewiesen.