Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung: Ölversorgung in Deutschland laut Ökonomen stabil
Der Irankrieg treibt die Ölpreise nach oben. Das DIW sieht die Versorgung in Europa trotzdem gesichert – zumindest bei Benzin und Diesel. Quelle: DIE ZEIT, dpa, ...
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Der Irankrieg treibt die Ölpreise nach oben. Das DIW sieht die Versorgung in Europa trotzdem gesichert – zumindest bei Benzin und Diesel.
Quelle: DIE ZEIT, dpa,
thor
- Juli 2026, 17:06 Uhr
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93 KommentareTrotz des sprunghaften Anstiegs der Ölpreise infolge der jüngsten Eskalation im Irankrieg sieht das Deutsche Institut für
Wirtschaftsforschung (DIW) die Versorgung in Deutschland und Europa
weiterhin stabil. Aktuell sei die Versorgung mit Rohöl und
Mineralölprodukten wie Benzin und Diesel weiterhin gesichert, sagte DIW-Ökonomin Franziska Holz der Nachrichtenagentur dpa.
»Schwieriger ist die Lage bei der Versorgung mit Kerosin.« Weil
Deutschland und Europa Öl aus vielen verschiedenen Quellen bezögen, sei
nicht mit einem großflächigen Lieferausfall zu rechnen.
Holz sagte, dass angesichts des fortgesetzten Konflikts im Persischen Golf und rund um die Straße von Hormus in absehbarer Zeit nicht mit einem Rückgang des Ölpreises zu rechnen sei. Auch vor der Unterbrechung der Lieferung hätten Importe von Rohöl, Benzin und Diesel aus dem Persischen Golf nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Der hohe Ölpreis hierzulande sei vor allem auf die internationale Vernetzung des Weltölmarktes zurückzuführen. Insgesamt seien fast 20 Prozent weniger Öl verfügbar als vor dem Krieg, weshalb es auch in Deutschland und Europa wichtig sei, Benzin und Diesel zu sparen.
Ölpreis bei mehr als 100 US-Dollar pro Barrel
Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent ist seit der erneuten Verschärfung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran um 40 Prozent gestiegen. Zwischenzeitlich war er wegen einer Waffenruhe von seinem Jahreshoch von fast 130 Dollar auf rund 70 Dollar pro Barrel (159 Liter) zurückgefallen. Auch am Freitag hatte der Wert mit 100,33 US-Dollar je Barrel noch darüber gelegen.
Die neue Eskalation begann Anfang des Monats, nachdem iranische Streitkräfte Handelsschiffe in der Straße von Hormus beschossen hatten, woraufhin die USA inzwischen die 13. Nacht in Folge Ziele im Iran angriffen. Nach US-Angaben handelte es sich dabei um »Militärkommandozentralen, Drohnenlager, Kommunikationsnetze, Küstenüberwachungsstandorte und maritime Anlagen«. Die Angaben lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen.