Entwarnung für Freischwimmer und großer Jubel beim Turmspringen: Erfolgreiche Deutsche bei Schwimm-EM

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Entwarnung für Freischwimmer und großer Jubel beim Turmspringen: Erfolgreiche Deutsche bei Schwimm-EM

Deutsche Turmspringer verabschieden sich bravourös von der Schwimm-EM

Stand: 06.08.2026, 21:25 Uhr

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Mit drei Medaillen in zwei Wettkämpfen endet für die Turmspringer die Schwimm-EM. Für die Freischwimmer gibt es eine Entwarnung.

Paris – Nach dem erfolgreichen sechsten Tag bei der Schwimm-EM, verabschieden sich die deutschen Turmspringer einen Tag später mit einem Paukenschlag von der Schwimm-EM in Paris. Drei Medaillen in zwei Finals lassen sich sehen. Den Jubel-Abend eröffneten Lena Hentschel und Jette Müller beim Synchronfinale vom 3-Meter-Brett, an dessen Ende sie sich über Platz drei freuen durften. Zum Tagesabschluss durften beide als Zuschauer über Silber und Bronze vom 10-Meter-Brett der Männer jubeln.

Lena Hentschel und Jette Müller holten beim der Schwimm-EM beim 3-Meter-Synchronspringen eine Medaille.

Lena Hentschel und Jette Müller holten bei der Schwimm-EM im 3-Meter-Synchronspringen eine Medaille. © picture alliance/dpa/AFP | Julien De Rosa

Jaden Eikermann, der bereits am Donnerstagmorgen den Vorkampf angeführt und damit Erwartungen geweckt hatte, erfüllte diese am Abend: Der 21-Jährige sprang mit 513,05 Punkten auf Rang zwei, nur der Russe Ruslan Ternowoi war mit 524,20 Punkten nicht zu schlagen. Ole Rösler, 18 Jahre alt und als Zweiter des Vorkampfs ins Finale eingezogen, kämpfte sich nach einem Patzer im zweiten Durchgang zurück und sicherte sich mit 480,75 Punkten Bronze.

Deutsche Turmspringerinnen profitieren von Favoritinnenpatzer

Der Jubel über die beiden Medaillen bei den Männern konnte bei Müller und Hentschel natürlich nicht die Freude über den eigenen Erfolg toppen. Das turbulente Finale vom 3-Meter-Brett bezeichnete Hentschel nach dem Springen als einen der „wildesten Wettkämpfe“, an denen sie je teilgenommen habe. Der Grund: massenhafter Ausfall der Konkurrenz.

Unter den Ausfällen befand sich auch das Favoritinnen-Duo Yasmin Harper/Scarlett Mew Jensen aus Großbritannien. Nachdem Mew Jensen im zweiten Durchgang schon einen Bauchplatscher produziert und im dritten Versuch gar nicht mehr abgesprungen war, strichen die beiden die Segel. Auch die Russinnen Uliana Kliuewa und Nadeschda Trifonowa schieden mit einem Brettkontakt aus dem Medaillenrennen aus.

Müller und Hentschel behielten trotz aller Turbulenzen um sich herum die Ruhe und konnten die Patzer der Konkurrentinnen nutzen. Mit 274,59 Punkten landeten sie auf Rang drei hinter den Italienerinnen Chiara Pellacani und Elisa Pizzini (308,07) sowie den ukrainischen Titelverteidigerinnen Xenia Botschek und Diana Karnafel (278,40).

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Turmspringens verlässt das deutsche Team das Centre Aquatique Olympique am Stade de France mit insgesamt dreimal Gold, viermal Silber und dreimal Bronze. Am achten Tag der Schwimm-EM geht es mit dem Freiwasser-Knockout der Frauen und Männer weiter. Dieses findet wie geplant in der Seine statt, die aufgrund einer Ölsichtung zwischenzeitlich für das Training gesperrt wurde. (sch)