Der FC Thun wird in Polen vorgeführt und kann für die Conference League planen

Der Schweizer Meister unterliegt im Playoff-Hinspiel der Europa League bei Lech Poznan mit 0:7. FC St. Gallen und Sitten verlieren ihre Hinspiele in der Qualifikation für die Conference League. Einzig Lugano kommt der Ligaphase einen Schritt näher.

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Der FC Thun wird in Polen vorgeführt und kann für die Conference League planen

Der Schweizer Meister unterliegt im Playoff-Hinspiel der Europa League bei Lech Poznan mit 0:7. FC St. Gallen und Sitten verlieren ihre Hinspiele in der Qualifikation für die Conference League. Einzig Lugano kommt der Ligaphase einen Schritt näher.

20.08.2026, 22.36 Uhr

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Aktualisiert


Patrik Walemark bejubelt seinen Führungstreffer für Lech Poznan. Danach erzielen die Polen noch sechs weitere Tore.

Patrik Walemark bejubelt seinen Führungstreffer für Lech Poznan. Danach erzielen die Polen noch sechs weitere Tore.

Ruslan Taran / Imago

(sda) Der Start in die Partie verlief aus Thuner Sicht ansprechend. Keine zwei Minuten waren im gut gefüllten Stadion des polnischen Meisters Lech Poznan gespielt, da verpasste Jan Bamert nach einem Corner die Führung für die Gäste nur knapp. Danach verlor die Mannschaft von Gian-Luca Privitelli jedoch komplett den Faden und kassierte bis zur Pause fünf (!) Gegentreffer.

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Die Berner Oberländer liessen Gegenwehr und Organisation auch über weite Strecken der zweiten Halbzeit vermissen. Statt sich aufzubäumen, kassierten sie nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff das sechste Gegentor. Erst als die Polen zwei Gänge herunterschalteten, fanden die Gäste etwas besser in die Partie. Es passte jedoch zum Abend, dass Furkan Dursuns vermeintlicher Ehrentreffer in der 66. Minute vom VAR wegen einer Abseitsstellung einkassiert wurde. Mit dem 7:0 in der Schlussphase besiegelte das Heimteam die dritthöchste Thuner Niederlage in der 128-jährigen Vereinsgeschichte.

So verkommt das Rückspiel in einer Woche zu Makulatur. Immerhin: Dank dem Sieg gegen Vikingur Reykjavik hatte der Schweizer Meister schon vor dem Duell mit Poznan eine europäische Ligaphase auf sicher. Die Verantwortlichen dürfen nun mit der drittklassigen Conference League planen.

St. Gallen verliert in Dänemark knapp

Dorthin will auch der FC St. Gallen. Doch er geht mit einem Handicap ins Rückspiel daheim um die Qualifikation für die Ligaphase der Conference League. Bei Nordsjaelland verlieren die Ostschweizer mit 0:1.

Der FC St. Gallen war in Farum, einem Vorort von Kopenhagen, auf Augenhöhe mit den Gastgebern und hätte den Ausgleich im Verlauf der zweiten Halbzeit verdient gehabt. Lukas Daschner kam dem 1:1 zweimal nahe. In der 65. und 70. Minute lenkte Nordsjaellands Goalie Andreas Hansen Schüsse des Deutschen entscheidend ab, zuerst an die eigene Latte, dann knapp am Pfosten vorbei.

Der Körpereinsatz von Jozo Stanic nützte nichts: Der FC St. Gallen verliert das Hinspiel bei Nordsjaelland knapp.

Der Körpereinsatz von Jozo Stanic nützte nichts: Der FC St. Gallen verliert das Hinspiel bei Nordsjaelland knapp.

Sebastian Elias Uth / Imago

Es hätte für die Ostschweizer aber auch schlimmer kommen können als 0:1. Nach dem schönen Tor von Nicklas Röjkjaer in der 13. Minute hatte der Dritte der letzten dänischen Meisterschaft noch zwei exzellente Torchancen, die Goalie Lawrence Ati Zigi zunichtemachte. Für das Playoff-Rückspiel in St. Gallen am nächsten Donnerstag bleibt somit alles offen.

Sitten führte, glich aus und verlor doch

Der FC Sion benötigt nächste Woche in Amsterdam hingegen eine aussergewöhnliche Leistung, um die Playoffs zu überstehen. Das 2:4 ist eine grosse Hypothek für das Team von Trainer Didier Tholot, das im Tourbillon für eine vorab in der ersten Halbzeit gute Leistung schlecht belohnt wurde.

Die Sittener gingen nach einer guten halben Stunde durch Franck Surdez verdient in Führung. Doch nach der Pause wurde die berühmte Gastmannschaft stärker. Der Deutsche Julian Brandt mit einem unhaltbaren Schuss und der ebenfalls auf diese Saison hin zu Ajax gewechselte Brasilianer Marco Leonardo trafen innerhalb von sieben Minuten zur Wende (53. und 60.).

Ein Penalty, den Winsley Boteli für ein nicht offensichtliches Foul zugesprochen bekam, brachte Sion in der 72. Minute zurück ins Spiel. Ilyas Chouaref traf, doch die Freude hielt nicht lange. Der unmittelbar nach dem 2:2 eingewechselte Nigerianer Tolu Arokodare stellte noch vor Beginn der Schlussviertelstunde auf 3:2 für den Favoriten. Das 4:2 durch Routinier Davy Klaassen fiel in der 87. Minute.

Ernüchterung bei den Wallisern: Tolu Arokodare stellte kurz nach dem Ausgleich auf 3:2 für Ajax Amsterdam.

Ernüchterung bei den Wallisern: Tolu Arokodare stellte kurz nach dem Ausgleich auf 3:2 für Ajax Amsterdam.

Justin Gillieron / Keystone

Lugano siegt knapp

Lugano fuhr den einzigen Schweizer Sieg an diesem Europacup-Donnerstag ein und ist der Ligaphase der Conference League einen Schritt näher gekommen. Die in dieser Saison noch makellosen Tessiner gewannen daheim gegen Maccabi Tel-Aviv 2:1.

Lugano erspielte sich den kleinen Vorsprung gegen Maccabi Tel-Aviv dank der Tore von Kevin Behrens und Anto Grgic. Der deutsche Stürmer traf nach einer halben Stunde mit dem Kopf und profitierte dabei von einem Fehler des gegnerischen Goalies. Grgic verwertete einen Penalty in der 54. Minute zum 2:1, kurz nachdem die Israeli durch Ido Shahar ausgeglichen hatten. Den zweiten Ausgleich der Gäste verhinderte in der 86. Minute die Latte.

Für die Luganesi geht es nächste Woche nach Georgien, wo das Rückspiel wegen der schwierigen Sicherheitslage in Israel ausgetragen werden muss. Das Team von Mattia Croci-Torti hat genauso wie Thun, St. Gallen und Sion am Wochenende spielfrei, um sich ideal auf die Europacup-Rückspiele vorzubereiten.