So plant Bornemann St. Paulis Neustart nach dem Umbruch

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So plant Bornemann St. Paulis Neustart nach dem Umbruch

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FC St. Pauli

„Da liegt immer der Reiz drin“: Wie Sportchef Bornemann St. Paulis Umbau angeht

St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann (r.) mit Trainer Marcel Rapp beim Testspiel in Babelsberg.
Witters

Es wandert sich immer gut und sicher auf festgetretenen Pfaden. Aber neue zu finden und diese gangbar zu machen, ist eine interessante Aufgabe. Man frage nach beim Sportchef von St. Pauli, Andreas Bornemann.

Es gibt immer unterschiedliche Arten und Weisen, mit gravierenden Veränderungen der bisherigen Lebensumstände umzugehen. Man kann die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, sich ins Jammertal zurückziehen und all das Schlechte dieser Welt beklagen. Oder man kann es als Herausforderung wahrnehmen und sich der Sache mit Verve und Kreativität widmen, im festen Vorhaben, es künftig in jedem Fall nicht gravierend schlechter, idealerweise sogar etwas besser zu haben als bisher. Vor dieser Aufgabe steht Andreas Bornemann in seiner Funktion als Sportchef des FC St. Pauli.

Bekanntermaßen ist der Kiezklub nach zwei Jahren in der Beletage in die 2. Liga abgestiegen. Wie man weiß, haben diverse Leistungsträger der vergangenen Jahre wie Hauke Wahl, Nikola Vasilj, Karol Mets oder Danel Sinani den Verein verlassen, weitere könnten folgen. Zudem wechselte der Klub den Trainer: Marcel Rapp übernahm von Alexander Blessin. Das alles hat zur Folge, dass sich vieles neu finden muss.

Beim Kiezklub weiß man um die Komplexität der Aufgaben

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„Da liegt ja auch irgendwo ein Stück weit immer der Reiz drin“, erklärte Bornemann, der sich der Herausforderung nicht nur stellt, weil er muss, sondern auch, weil er es mag. „Natürlich möchte man immer an den Werten festhalten“, räumte er ein. Aber bei einem Verein wie St. Pauli müsse man einfach akzeptieren, dass sich, je besser man arbeite, mehr Akteure in den Fokus spielten.

„Aber das ist ja auch Teil des Projektes, also der Idee, der wir uns verschrieben haben“, sagte Bornemann. „Und idealerweise bekommen wir noch Geld dafür und können das weiterdrehen.“ Entweder mit neuen, jungen Spielern oder mit Investitionen in die Infrastruktur.

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Bornemann hat weiterhin Spaß am St. Pauli-Job

„Wir haben jetzt auch wieder spannende Jungs“, urteilte der 54-Jährige und meinte damit auch welche, die schon im Vorjahr da gewesen sind, „auf einmal aber eine ganz andere Rolle einnehmen und sich auch ganz anders bewegen in der Gruppe“. Das sei immer mit das Interessante, das Faszinierende an Gruppen. „Neben der Tatsache, dass ich das Spiel immer noch mag: Dinge zu entwickeln mit den Trainern und den anderen Leuten, die Kaderplanung, das macht mir nach wie vor Spaß“, gestand Bornemann.

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Kalt lässt ihn der Job aus menschlicher Sicht indes mitnichten. „Natürlich tut es einem leid bei Karol, Niko oder Daniel, das waren einfach tolle Typen, tolle Persönlichkeiten“, räumte er ein. „Aber genauso war das auch bei Philipp Treu oder Elias Saad letzte Saison oder vor Jahren bei zum Beispiel Rodrigo Zalazar. Als die weg waren, kamen andere und haben auch irgendwann Spaß gemacht.“

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