CSD in Leipzig: 20.000 Menschen feiern Vielfalt und Zusammenhalt
Mit rund 20.000 Teilnehmenden ist der CSD in Leipzig zu Ende gegangen. Der Demonstrationszug und das anschließende Straßenfest standen im Zeichen von Vielfalt, Gleichberechtigung und gesellschaftlichem Zusammenhalt.
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AUDIO: Kerkeling warnt beim CSD Leipzig: "Der Wind wird kälter" (1 Min)
Christopher Street Day
von MDR SACHSEN
Stand: 18.07.2026 17:53 Uhr
Bis zu 20.000 Menschen werden beim CSD in Leipzig erwartet.
Beim Christopher Street Day in Leipzig sind rund 23.000 Menschen für die Rechte von queeren Menschen auf die Straße gegangen. Mit Regenbogenfahnen, Plakaten und bunt geschmückten Wagen zogen sie durch die Innenstadt.
CSD-Botschafter Hape Kerkeling: "Wir gehen nicht wieder in die Unsichtbarkeit"
Der Schauspieler und Komiker Hape Kerkeling hat in einer Videobotschaft zur Verteidigung der Rechte sexueller Minderheiten aufgerufen. "Wir spüren, dass der Wind kälter wird", sagte er. "Aber wir gehen nicht wieder in die Unsichtbarkeit", fügte der homosexuelle Fernsehstar hinzu, der Botschafter des Leipziger CSD ist.
Es sei die "Pflicht der gesamten Gesellschaft", für die Freiheit einzustehen, sagte Kerkeling. Demokratie beweise sich darin, wie entschlossen sie Minderheiten schütze.
Der Auftakt der Veranstaltung war auf dem Augustusplatz, wo sich zahlreiche Teilnehmer versammelten.
Verweis auf die Friedliche Revolution
Kerkeling erinnerte zudem an die großen Demonstrationen gegen das SED-Regime im Jahr 1989 in Leipzig. "Freiheit ist wie ein Garten, man muss sie hegen, pflegen und manchmal auch gegen Unkraut verteidigen", sagte er.
Zum Christopher Street Day werden am Samstag in Leipzig bis zu 20.000 Menschen erwartet. Nach der Demonstration gibt es laut Veranstaltern ab 16 Uhr ein Straßenfest auf dem Augustusplatz mit einem bunten Programm
Die Polizei begleitet den CSD wie andere Großveranstaltungen mit zahlreichen Einsatzkräften.
CSD-Woche läuft seit dem 10. Juli
Die CSD-Programmwoche hatte bereits am 10. Juli mit dem Hissen der Regenbogenfahne vor dem Rathaus begonnen. Die Bürgermeisterin und Leiterin des Sozialdezernats, Martina Münch (SPD), erinnerte am Samstag daran, dass 1992 in Leipzig der erste CSD in Ostdeutschland stattfand.
Ursprung in New York
Die CSD-Bewegung geht auf die Ereignisse vom 28. Juni 1969 in der Christopher Street in New York zurück. Besucher der Schwulenbar "Stonewall Inn" widersetzten sich damals Polizeieinsätzen und Polizeigewalt. Heute ist der CSD eine weltweite Bewegung für die Akzeptanz und die Rechte queerer Menschen.
In Deutschland fanden die ersten organisierten CSD-Paraden 1979 in Berlin und Bremen statt.
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Quelle (cnj)/epd
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