City-Event mit Premiere - Während vier Tagen war Baden eine Beachsoccer-Hochburg
Beachsoccer ist nach wie vor eine Randsportart. Am Wochenende gehörte den Sand-Kickern in Baden aber die grosse Bühne. Teilen ...
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Beachsoccer ist nach wie vor eine Randsportart. Am Wochenende gehörte den Sand-Kickern in Baden aber die grosse Bühne.
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In Baden fand während vier Tagen das Finalturnier der Schweizer Beachsoccer-Meisterschaft statt. Nach dem Champions-League-Pokal holte der BSC 54 auch den nationalen Titel. Da die Badener auch Cup und Supercup gewonnen haben, feierten sie damit das historische Quadrupel.
Beim vor 5 Jahren gegründeten Klub spielt die halbe Beachsoccer-Nati, die im Rahmen des Events ein Länderspiel gegen England austrug. Zahlreiche Spieler stammen aus Baden und Wettingen.
Beachsoccer ringt um Aufmerksamkeit
So auch Glenn Hodel, der als OK-Mitglied mitgeholfen hat, das «Baden City Beach Soccer» in seiner Heimatstadt auf die Beine zu stellen. Der 29-Jährige ist Mit-Gründer, Spieler und Sportchef des BSC 54. Über 250 Länderspiele hat er auf dem Buckel. «Es ist sehr interessant, in verschiedene Funktionen reinzuschauen», sagt er.
Während Glenn Hodel für die Fallrückzieher-Tore zuständig ist, hütet sein Bruder Nils das Tor. Auch er gründete den Klub mit. Der dritte im Bunde heisst Jan Gürtler. Der Präsident des BSC 54 kümmert sich um das Organisatorische. Er erhofft sich einen längerfristigen Effekt vom Event. So fanden neben dem Länderspiel der Frauen gegen Tschechien auch Kinder-Trainings statt. Die Randsportart braucht Nachwuchs.
«Die Stadt Baden hat uns kräftig unterstützt», sagt Gürtler. Das Publikum strömte in Scharen auf den vor Jahresfrist eingeweihten Brown-Boveri-Platz. Der Eintritt war kostenlos.
Hodel, der globale Titel-Hamsterer
Immerhin gab es mit Glenn Hodel einen der besten Beachsoccer-Spieler der Welt zu bestaunen. Hodel hat in seinem Sport so gut wie alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt: WM-Bronze und die WM-Torschützenkrone 2021, die Europameisterschaft 2022 und zweimal die Champions League, 2023 mit dem israelischen Klub Kafr Qassem, 2026 mit seinem Team aus Baden.
Nach diesem Erfolg holte er mit San Benedetto noch den italienischen Cup. Im April hatte er in Brasilien mit Corinthians die Regionalmeisterschaft von São Paulo gewonnen, im Mai heimste er den Award für das weltweit schönste Beachsoccer-Tor des Jahres ein. «Es gibt keine professionellen Ligen, daher dauern die Spielzeiten zwei Wochen oder ein paar Monate», erklärt er. Daneben arbeitet Hodel noch im Stundenlohn für eine Orthopädie und studiert in Magglingen Sportwissenschaften.
Es fehlen die Strukturen
Der Neffe von Ex-Nati-Fussballer Marc Hodel würde sich mehr Unterstützung wünschen für seinen Sport. «Wir haben keine professionellen Rahmenbedingungen», sagt er. Es sei in der heutigen Zeit schwierig, nur auf Ehrenamtlichkeit zu bauen. «Ich sehe viel Potenzial im Beachsoccer, auch in Kombination mit Rasenfussball», sagt Hodel. Die Sportart sei ein Mehrwert. Es gelte aber, dies zu erkennen.
SRF zwei, Sportpanorama, 16.08.2026 ; ste