Champions League rückt für Sturm nach 0:2 bei Fenerbahçe in weite Ferne

Qualifikation Champions League rückt für Sturm nach 0:2 bei Fenerbahçe in weite Ferne Österreichs Vizemeister war dem türkischen Großklub vor allem in Halbzeit eins klar unterlegen und geht mit einer H...

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Champions League rückt für Sturm nach 0:2 bei Fenerbahçe in weite Ferne

Qualifikation

Champions League rückt für Sturm nach 0:2 bei Fenerbahçe in weite Ferne

Österreichs Vizemeister war dem türkischen Großklub vor allem in Halbzeit eins klar unterlegen und geht mit einer Hypothek in das Rückspiel in Graz

Ein Fußballspiel zwischen Fenerbahçe und Sturm Graz im Chobani-Stadion in Istanbul, Türkei. Ein Spieler von Fenerbahçe im gelb-blauen Trikot kämpft um den Ball gegen einen Spieler von Sturm Graz im schwarzen Trikot. Weitere Spieler sind im Hintergrund zu sehen.
Es war ein Kampf für Sturm.

Istanbul – Fenerbahce ist für Fußball-Vizemeister Sturm Graz im Hinspiel der dritten Champions-League-Qualifikationsrunde eine Nummer zu groß gewesen. Die Steirer mussten sich am Mittwoch auswärts beim überlegenen türkischen Vizemeister in Istanbul vor mehr als 40.000 fanatischen Zuschauern mit 0:2 (0:2) geschlagen geben. Für den Aufstieg ins Play-off zur "Königsklasse" benötigt die Mannschaft von Fabio Ingolitsch im Rückspiel am Dienstag (20.30 Uhr) in Graz eine Aufholjagd.

Für den haushohen Favoriten trafen Talisca (10.) und Neuzugang Mason Greenwood (45.), der im Sommer für 39 Millionen Euro von Marseille an den Bosporus gewechselt war. Fenerbahce blieb unter dem neuen Trainer Ismail Kartal damit auch im neunten Duell mit einem österreichischen Verein ungeschlagen. Für die "Blackies", die zumindest fix mit der Europa-League-Ligaphase planen können, war es die erste Niederlage nach 17 ungeschlagenen Pflichtspielen.

Pfeifkonzerte

Ingolitsch vertraute auf die gleiche Startelf, die in der zweiten Qualifikationsrunde Heart of Midlothian mit einem Gesamtscore von 6:0 ausgeschaltet hatte. Mittelfeldregisseur Otar Kiteishvili fehlte weiterhin mit Wadenproblemen. Auf der Gegenseite wartete auf die Steirer ein Star-Ensemble, das im Sükrü-Saracoglu-Stadion von der ersten Sekunde an das Spiel bestimmte. Den "Hexenkessel" bekamen die Grazer direkt beim Ankick zu spüren, als ein schallendes Pfeifkonzert ertönte.

Ein Fußballspiel zwischen Fenerbahçe und Sturm Graz: Ein Spieler von Fenerbahçe im gelb-blauen Trikot dribbelt den Ball, während zwei Spieler von Sturm Graz in schwarzen Trikots versuchen, ihn zu stoppen. Im Hintergrund sind Zuschauer und das Spielfeld zu sehen.
Ex-Weltmeister N'Golo Kanté (r.) war nur einer von vielen Stars in den Reihen der Gastgeber.

Die Ingolitsch-Elf machte die Räume in einem tiefen Defensivblock bis zur zehnten Minute gut dicht. Dann versenkte Torjäger Talisca einen Drehschuss von der Strafraumgrenze, umzingelt von einem halben Dutzend Sturm-Akteuren, wuchtig im langen Eck. Der Plan, möglichst lange die Null zu halten, war nicht von Erfolg gekrönt. 85 Prozent Ballbesitz in der ersten Viertelstunde für Nathan Ake, N'Golo Kante, Marco Asensio, Matteo Guendouzi und Co. waren vielsagend.

Gegentor statt Elfer

Viele Chancen erspielte sich der türkische Traditionsverein aber nicht. Sturm kam allerdings auch nur selten zu Entlastungsangriffen. In Minute 32 verfehlte Seedy Jatta knapp eine Hereingabe und blieb kurz darauf nach einem elfmeterverdächtigen Zweikampf mit Milan Skriniar im Strafraum liegen. Das Schiedsrichterteam um den Engländer Chris Kavanagh ließ weiterspielen. Kurz vor der Pause erhöhte Greenwood nach einem kurz abgespielten Eckball mit einem Schuss aus 20 Metern ins kurze Eck. Nach dem Halbzeitpfiff tauschten Sturm-Verteidiger Jeyland Mitchell und Talisca noch auf dem Rasen ihre Trikots.

In der zweiten Halbzeit dribbelte sich Jatta zu einer guten Schussposition, kam aber nicht zum Abschluss (53.). Auf der Gegenseite war Sturm-Schlussmann Daniil Chudjakow bei einem Greenwood-Schuss zur Stelle (59.), wenige Sekunden später gegen Kerem Aktürkoglu (60.). Mit zwei weiteren Paraden gegen Talisca (67., 68.) hielt Chudjakow sein Team im Spiel. Dann schaltete Fenerbahce im dritten Pflichtspiel der Saison einen Gang zurück, Sturm kam in der Offensive mehr zur Geltung. Die beste Möglichkeit auf den Anschlusstreffer fand "Joker" Nelson Weiper mit einem Seitfallzieher (70.) vor. In der Nachspielzeit warf Jon Gorenc Stankovic seinen Körper rettend in die Schussbahn (91.). (APA, 5.8.2026)

Fußball-Champions-League, 3. Qualifikationsrunde, Hinspiel:

Fenerbahce – SK Sturm Graz 2:0 (2:0)
Istanbul, Sükrü-Saracoglu-Stadion, SR Kavanagh (ENG)
Rückspiel am Dienstag (20.30 Uhr) in Graz.

Tore:
1:0 (10.) Talisca
2:0 (45.) Greenwood

Fenerbahce: Mert Günok - Nelson Semedo (85. Müldür), Skriniar, Ake, Oosterwolde (30. Brown) - Kante - Asensio (70. Kahveci), Guendouzi - Greenwood (69. Fred), Talisca, Kerem Aktürkoglu (85. Aydin)

Sturm: Chudjakow - Heil, Vallci, Mitchell, Soglo - S. Seidl (64. Mamageishvili), Weinhandl (64. Fosso), Gorenc Stankovic, Hödl (87. Beganovic) - Wlodarczyk (46. Kayombo), Jatta (64. Weiper)

Gelbe Karten: keine bzw. Gorenc Stankovic, Heil, Kayombo

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