Buslinie lässt Schüler stehen – jetzt reagiert der NVV
StartseiteLokalesHann. MündenHann. MündenStand: 01.09.2026, 18:00 UhrKommentareUns auf Google folgenAn der Haltestelle Kirchstraße in Lutterberg warteten Jugendliche zu Beginn des Schuljahres morgens vergeblich...
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Stand: 01.09.2026, 18:00 Uhr
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Seit Schuljahresbeginn können Staufenberger Schüler nicht mehr mit dem Bus nach Hann. Münden fahren. Ab sofort fährt ein zweites Fahrzeug morgens mit.
Staufenberg-Lutterberg – Seit Beginn des neuen Schuljahres können einige Staufenberger Schülerinnen und Schüler nicht mehr mit dem Bus zur Schule nach Hann. Münden fahren, weil dieser zu voll ist. Insbesondere an der Haltestelle Kirchstraße in Staufenberg-Lutterberg (Kreis Göttingen) war es Jugendlichen häufig nicht mehr möglich, sich noch hineinzuquetschen. Das berichteten unter anderem Anwohner gegenüber der HNA. Auch in Landwehrhagen kam es teilweise schon zu Schwierigkeiten. Dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) sei das Problem bekannt, teilt eine Sprecherin auf Anfrage mit. Eine Lösung sei aber bereits gefunden und zusammen mit dem Landkreis Göttingen, dem Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen und den beauftragten Busunternehmen umgesetzt worden.
Betroffen ist die Buslinie 30, die von Kassel über Niestetal und Staufenberg nach Hann. Münden und zurückfährt. Der Bus durchquert auf seinem Weg unter anderem Benterode – den Ort mit der dauergesperrten Hauptdurchfahrtsstraße. „Aufgrund der Sperrung der Königstraße in Benterode kann aktuell kein Gelenkbus auf der Linie 30 eingesetzt werden, da die Umleitungsstrecke damit nicht befahrbar wäre. Ein Solobus bietet weniger Plätze als ein Gelenkbus – dies ist somit ein Grund für die derzeit sehr vollen Busse auf der Linie 30“, erklärt die NVV-Sprecherin.
Buslinie 30 zu voll – NVV schickt Verstärkerbus
Zusätzlich habe sich die Nachfrage nach der Linie erhöht. „Hintergrund ist, dass Eltern aus den Ortsteilen Sichelnstein, Nienhagen und Escherode ihre Kinder mit dem Auto nach Uschlag bringen, damit die Kinder dort in die Buslinie 30 einsteigen können“, so die Sprecherin weiter. Damit sei der Bus in Landwehrhagen bereits so voll, dass ein Zustieg dort schwierig und in Lutterberg unter Umständen nicht mehr möglich sei. Für eben jene Fahrgäste gebe es jedoch eine alternative Fahrtmöglichkeit nach Hann. Münden: „Die Buslinie 72 fährt von diesen Orten zum Bahnhof Staufenberg-Speele. Dort kann in die Regionalzuglinie RB83 nach Hann. Münden umgestiegen werden. Aktuell nutzen nur circa 10 bis 20 Fahrgäste diese Möglichkeit.“
Der Bus durchfahre diese Orte ohnehin nur wenige Minuten früher, als man mit einem Auto aufbrechen müsse, um die Linie 30 in Uschlag zu erreichen. „Wenn mehr Fahrgäste aus den genannten Ortsteilen die Fahrtmöglichkeit mit Buslinie 72 und Umstieg zum Regionalzug nutzen würden, würde dies die Situation auf der Buslinie 30 ebenfalls entspannen.“

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Seit vergangenem Donnerstag bis vorerst Freitag, 4. September, seien laut NVV folgende Änderungen umgesetzt worden: Die Fahrt der Linie 30 um 6.30 Uhr ab Kassel in Richtung Hann. Münden wurde ab Uschlag mit einem zweiten Fahrzeug verstärkt, um die Kapazitäten zu erhöhen. Der zweite Bus setzt um 6.56 Uhr an der Haltestelle Landwehrhagener Straße ein, beide Fahrzeuge fahren dann zusammen bis Hann. Münden Bahnhof.
Die Rückfahrt mittags um 13.30 Uhr ab Hann. Münden habe nicht verstärkt werden können. Hier wurde eine zusätzliche Fahrt um 14 Uhr ab Hann. Münden Bahnhof eingerichtet. Dieser Bus fährt genau 30 Minuten nach dem Bus um 13.30 Uhr und kann von Fahrgästen genutzt werden, die die Fahrt um 13.30 Uhr nicht nutzen konnten.
Um diese zusätzliche Fahrt anbieten zu können, entfallen „aus Umlaufgründen“ im Gegenzug die Fahrten um 13.31 Uhr ab Uschlag in Richtung Kassel sowie die Fahrt um 14 Uhr ab Kassel in Richtung Uschlag. Dies sei in der NVV-Fahrplanauskunft gekennzeichnet. Fahrgäste werden gebeten, jeweils die Fahrten 30 Minuten früher oder später zu nutzen. Der NVV kündigt weiterhin an, die Fahrgastzahlen in den Bussen auf der Linie 30 tagesaktuell prüfen und falls nötig weiter nachsteuern zu wollen.