Brüder fälschen Porsche-Fußmatten und werden dafür bestraft

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Brüder fälschen Porsche-Fußmatten und werden dafür bestraft

Stand: 09.08.2026, 08:04 Uhr

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Zentrale Lage: Amtsgericht, Verwaltungsgericht und Landgericht Göttingen am Maschmühlenweg.

Zentrale Lage: Amtsgericht, Verwaltungsgericht und Landgericht Göttingen am Maschmühlenweg. © Foto: Thomas Kopietz

Zwei Brüder haben Autofußmatten mit Logos von Porsche und anderen Automarken versehen und auf Ebay verkauft. Das Landgericht Göttingen verurteilte sie zu Bewährungsstrafen.

Göttingen – Aus normalen Auto-Matten wurden welche mit edlem Marken-Logo: Mit dieser Masche wollten zwei Brüder in Göttingen illegal Geld verdienen. Das Unterfangen flog auf - und sie erhielten die Quittung.

Weil sie schlichte Kofferraum- und Fußmatten für Autos mit den Logos von bekannten Automarken „veredelt“ und teuer verkauft haben sollen, haben sich zwei 38 und 39 Jahre alte Brüder vor dem Landgericht Göttingen verantworten müssen.

Am Freitag, 7. August, wurde das Urteil verkündet: Die Wirtschaftsstrafkammer verurteilte die Angeklagten wegen zahlreicher Verstöße gegen das Markengesetz zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von jeweils einem Jahr und drei Monaten. Das Gericht setzte die Vollstreckung der Freiheitsstrafen zur Bewährung aus. Der 38-Jährige soll eine Geldauflage von 2400 Euro an die Staatskasse zahlen. Der 39-Jährige soll 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Die Brüder hatten die Taten eingeräumt

Am ersten Prozesstag hatten sich die Verfahrensbeteiligten darauf verständigt, dass die Angeklagten, sollten sie gestehen, eine Bewährungsstrafe zwischen 14 und 16 Monaten zu erwarten hätten. Die Brüder hatten daraufhin die Taten eingeräumt. Das Urteil lag nun innerhalb des in Aussicht gestellten Strafrahmens.

Laut Gericht hatten die Angeklagten in 210 Fällen unerlaubt Kofferraum- und Fußmatten, die sie zuvor im Internet bestellten, mit den Schriftzügen und Logos bekannter Autohersteller wie Porsche, Audi, Volkswagen, BMW und Mercedes versehen. Die Produktfälschungen seien im Gewerbebetrieb des 38-Jährigen in Göttingen vorgenommen worden.

Präparierte Matten brachten auf Ebay rund 22.000 Euro ein

Die präparierten Matten hätten sie als gewerbliche Anbieter auf Ebay zum Verkauf angeboten. Nach Überzeugung des Gerichts war den Angeklagten bekannt, dass sie hierfür nicht die Erlaubnis der Rechteinhaber besessen hätten. Der Verkaufspreis habe jeweils deutlich über dem Einkaufspreis gelegen. Insgesamt hätten sie durch den Verkauf gefälschter Fußmatten mehr als 22.000 Euro eingenommen. Der Betrag solle von ihnen eingezogen werden.

Porsche AG hatte Betrug erkannt und Strafanzeige erstattet

Am ersten Prozesstag hatte der als Zeuge geladene Hauptermittler der Polizei berichtet, dass das Verfahren durch eine Strafanzeige der Porsche AG in Stuttgart in Gang gekommen sei. Die Beamten hätten daraufhin auch eine Lagerhalle im Groner Industriegebiet durchsucht und dort diverse Fußmatten entdeckt.