Brettorfer stehen im EM-Finale: Deutschland trifft auf Österreich
Hauke Spille und Johannes Jungclaussen vom TV Brettorf haben mit der deutschen Faustball-Nationalmannschaft das EM-Finale erreicht. Am Samstag um 17 Uhr wartet Österreich – genau jener Gegner, der Deutschland in der Vorrunde mit 0:3 bezwungen hat.
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Stand: 14.08.2026, 21:30 Uhr
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Hauke Spille und Johannes Jungclaussen stehen mit Deutschland im EM-Finale – nach einer Achterbahnfahrt durch die Vorrunde und einem Krimi im Halbfinale. Nun wartet mit Österreich ausgerechnet der Gegner, der die deutsche Mannschaft in der Gruppenphase deutlich bezwungen hat. Es kommt zur Neuauflage des dramatischen EM-Endspiels von 2024.
Tondern/Brettorf – Für Hauke Spille und Johannes Jungclaussen vom TV Brettorf wird die Faustball-Europameisterschaft im dänischen Tondern zu einer Reise der Extreme. Nach einem überzeugenden Auftakt, einem bitteren Rückschlag gegen Turnierfavorit Österreich und zwei starken K.-o.-Spielen steht das Duo mit der deutschen Nationalmannschaft im Finale. Am Samstag um 17 Uhr kommt es zur Neuauflage des EM-Endspiels von 2024, das Deutschland knapp mit 4:3 gewann. Der dritte Brettorfer, Tom Hartung, fehlt wegen einer Knieverletzung.
Die Vorrunde begann optimal. Am Mittwoch traf das Team von Bundestrainer Olaf Neuenfeld auf Italien. Von Beginn an dominierte Deutschland: Die Abwehr stand sicher, Jungclaussen setzte im Angriff Akzente. Das 3:0 (11:4, 11:5, 11:6) spiegelte die Überlegenheit wider.
Doch am Donnerstag folgte die Ernüchterung. Im zweiten Gruppenspiel gegen Vize-Europameister Österreich ließ die Mannschaft ihre Stärke vermissen. Österreich setzte die Defensive massiv unter Druck und erzwang Fehler. Die Sätze eins und zwei gingen mit 8:11 und 9:11 verloren, im dritten brach Deutschland ein – 4:11. Das 0:3 war eine deutliche Ansage des Rivalen.
Noch am selben Abend folgte das dritte Gruppenspiel gegen die Schweiz. Deutschland zeigte eine Trotzreaktion. Satz eins ging mit 11:5 an Deutschland, die Schweiz glich mit 11:8 aus. Dann bewies das Team Charakter: Die Sätze drei und vier gingen mit 11:7 und 11:6 an Deutschland. Der 3:1-Erfolg bedeutete Platz zwei in der Gruppe hinter Österreich.
Am Freitagvormittag traf Deutschland im Viertelfinale auf Belgien, das in Gruppe B hinter Gastgeber Dänemark und Tschechien, aber vor Serbien Platz drei belegte. Die Partie wurde zu einer einseitigen Angelegenheit. Deutschland spielte konzentriert und druckvoll. Am Ende stand ein ungefährdeter 3:0-Erfolg (11:4, 11:3, 11:8).
Am Freitagabend hieß der Gegner erneut die Schweiz. Das Halbfinale bot für die Eidgenossen die Chance zur Revanche für die enge Gruppenpartie. Und es entwickelte sich ein wahrer Krimi. Es ging hin und her. Doch Deutschland hatte am Ende das Glück auf seiner Seite. Schlussendlich setzte sich das deutsche Team knapp mit 4:3 durch und buchte das Finalticket.
Nun wartet am Samstag um 17 Uhr Österreich – genau jener Gegner, der Deutschland in der Gruppenphase deutlich bezwungen hat. Die Favoritenrolle ist klar verteilt: Die Österreicher, die im Halbfinale Italien mit 4:1 geschlagen haben, gehen als Favorit ins Finale. Doch Spille und Jungclaussen haben im Turnierverlauf gezeigt, dass sie mit Rückschlägen umgehen können. Die Mannschaft hat sich gefangen und in den K.-o.-Spielen überzeugt. Die Neuauflage des letzten EM-Endspiels verspricht Spannung pur. Deutschland will den Titel verteidigen, Österreich will Revanche.