Breitbandausbau Meinhard: 30 Prozent der Adressen unterversorgt
StartseiteLokalesWitzenhausenStand: 22.08.2026, 16:18 UhrKommentareUns auf Google folgenDie Gemeinde Meinhard plant, einen Förderantrag für den Glasfaserausbau in Millionenhöhe zu stellen. © Sina Schuldt/dpaDie...
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Stand: 22.08.2026, 16:18 Uhr
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Die Gemeinde Meinhard will einen Förderantrag beim Bund stellen. 680 von 2102 Haushalten haben keinen Zugang zu schnellem Internet.
Grebendorf – Ein Drittel der Haushalte in Meinhard hat langsames Internet. Deshalb wird der Gemeindevorstand einen Förderantrag an den Bund für den Glasfaserausbau stellen. Zudem hat die Gemeindevertretung den Jahresabschluss für das Haushaltsjahr 2021 beschlossen.
Glasfaser
Nach der Bestandsaufnahme der Gigabit-Versorgungslage – also der mit ausreichend schnellem Internet versorgten Haushalte – auf dem Gemeindegebiet zeigt sich: Von den insgesamt 2102 Adressen sind 680 unterversorgt – was 32,5 Prozent entspricht. Das ist das Ergebnis des Markterkundungsverfahrens durch die Firma Broadband Academy (BBA), das Projektleiter Sebastian Tischler der Gemeindevertretung vorstellte. Als unterversorgt gilt laut EU-Richtlinie ein Haushalt, der keinen Zugang zu einer Internetleitung mit mindestens 100 Mbit/s hat. Wichtiger für Meinhard ist jedoch das Maß des Bundes: Nach der Bundesnetzagentur gilt ein Haushalt als unterversorgt, wenn die gesetzlich definierte Mindestversorgung (aktuell mindestens 10 Mbit/s im Download, 1,7 Mbit/s im Upload sowie eine Latenz von maximal 150 Millisekunden) weder aktuell noch in absehbarer Zeit verfügbar ist.
Um den Ausbau zu finanzieren, hat die Gemeindevertretung einstimmig beschlossen, einen Förderantrag beim Bund zu stellen. Wenn der Antrag genehmigt ist, könne ein weiterer Antrag beim Land zur Kofinanzierung gestellt werden, wie Tischler erläuterte. Die Förderquote des Bundes betrage dabei 50 Prozent und die des Landes 40 Prozent – ergo läge der kommunale Eigenanteil der Finanzierung bei zehn Prozent. Bei geschätzten Gesamtkosten von 10.430.000 Euro müsste Meinhard also einen Eigenanteil von 1.043.000 Euro aufbringen.
Livestream
Die Live-Übertragung der Sitzung der Gemeindevertretung wird weiterhin in gewohnter Form stattfinden, beschloss die Gemeindevertretung.
WFG
Die Gemeindevertretung hat der Übertragung und Übernahme der bisherigen Aufgaben der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Werra-Meißner (WFG) an den Landkreis einstimmig zugestimmt. Zwar steige dadurch die Kreisumlage, wie Bürgermeister Olaf Templin erläuterte, jedoch sei dieser Weg deutlich günstiger für die Kommunen. Statt wie bislang 7339 Euro als Gesellschafter zu zahlen, verringere sich der Betrag bei Übernahme durch den Kreis auf etwa 1890 Euro.
Haushalt 2021
Die Gemeindevertretung hat den Jahresabschluss für das Haushaltsjahr 2021 beschlossen und dem Gemeindevorstand Entlastung erteilt. Die Prüfung der Revision habe zu keinen Einwänden geführt, so Bürgermeister Templin. Der Abschluss der Haushalte für vorangegangene Jahre ist Pflichtvoraussetzung für die künftige Haushaltsplanung. Auch deshalb machte Templin noch einmal deutlich, welcher zeitliche Aufwand dahintersteht: Für den Haushalt 2021 dauerte der Prozess über zwei Jahre – einen Großteil davon machte die Prüfung der Revision des Landkreises aus.