Brandschutzzentrum bereitet „ziemliche Bauchschmerzen"
StartseiteRegionWetteraukreisStand: 31.07.2026, 18:00 UhrKommentareUns auf Google folgenDer Neubau des Brandschutzzentrums in Gedern verzögert sich. In der Sitzung des Stadtparlamentes wird Kritik am Planungsbü...
- 2 min read
Stand: 31.07.2026, 18:00 Uhr
Kommentare

Der Neubau des Gederner Brandschutzzentrums zeigt eine Großzahl von Mängeln. Die Stadt wird sich laut Bürgermeister „auch noch nach dem Einzug lange damit beschäftigen müssen".
Gedern – Die FWG-Fraktion hat in der jüngsten Sitzung der Stadtverordneten Gederns einen Antrag zum im Bau befindlichen Brandschutzzentrum gestellt. Sie plädierte für die Mitwirkung der Freiwilligen Feuerwehr Gederns beim „Mängelmanagement“ des Neubauprojekts.
Fraktionsvorsitzender Sebastian Stroh betonte, bei der letzten Baubegehung, an der Kommunalpolitiker, Architekt und Bauleiter teilgenommen hätten, sei eine Großzahl von Baumängeln erkennbar geworden. Es sei dabei der Eindruck entstanden, dass dies vonseiten der Bauleitung beschönigt werde. Unklar sei aktuell, ob allen Mängeln und deren Beseitigung mit der notwendigen Vehemenz und Dokumentation nachgegangen würde.
Daher sollten Mitglieder der Feuerwehr bei den Baubegehungen einbezogen werden, da sie als zukünftige Nutzer mögliche Mängel und Probleme aus ihrer Sicht benennen könnten. Ihre Expertise könnten die Feuerwehrleute auch bei der Kontrolle der Mängelbeseitigung einbringen.
Schließlich könnten ihre Feststellungen bei verbleibenden strittigen Punkten gegebenenfalls auch für mögliche Vergütungsminderungen gegenüber Firmen und Planern herangezogen werden.
Kritische Sicht auf Planungsbüro
Nach Meinung der FWG sollte die Feuerwehr Gederns legitimiert werden, eine Mängelliste mit „Hinweis-Charakter“ des Feuerwehr-Neubaus zu erstellen. Auch sollten bei wichtigen und strittigen Abnahmen der Bürgermeister und der Erste Stadtrat hinzugezogen werden, damit die Wichtigkeit der Bauherrenanliegen nochmals deutlich werde.
In der folgenden Aussprache wurde das Engagement der ehrenamtlichen Feuerwehrleute im Rahmen des Neubaus gewürdigt. „Die ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte setzen sich schon seit Jahren für das Projekt ein“, betonte Alexander Eckhardt. Der CDU-Sprecher äußerte sich kritisch gegenüber dem Planungsbüro wegen dessen Umgang mit der Mängelliste.
Sein Fraktionskollege Jürgen Balser monierte, dass der Antrag der FWG zu spät käme. „Eine Mängelliste liegt schon lange vor. Die Verantwortung liegt beim Bauherrn, der Stadt und beim Planungsbüro.“ Nadine Böhnisch (UBG) meinte, die Kritik der Feuerwehrmitglieder müsse ernst genommen werden. Eines speziellen Antrags bedürfe es aber nicht.
Bürgermeister Guido Kempel wies darauf hin, dass es wöchentlich Baubesprechungen gebe. Er räumte ein, dass die Baustelle ziemliche Bauchschmerzen bereite. „Wir werden uns auch noch nach dem Einzug lange damit beschäftigen müssen.“ Schließlich wurde der Antrag der FWG mit knapper Mehrheit bei zwei Enthaltungen abgelehnt.