Brandschutzmängel in Grundschulen: Stadt hat erste Mängel behoben
In Northeimer Grundschulen fehlten Brandschutztüren, zweite Rettungswege und eine Alarmierungsanlage. An drei Schulen sind die Mängel inzwischen beseitigt – an der Martin-Luther-Schule startet der Umbau erst 2027.
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Stand: 03.08.2026, 05:33 Uhr
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In Northeimer Grundschulen fehlten Brandschutztüren, zweite Rettungswege und eine Alarmierungsanlage. An drei Schulen sind die Mängel inzwischen beseitigt – an der Martin-Luther-Schule startet der Umbau erst 2027.
Northeim – „Die Einhaltung aktueller Brandschutzbestimmungen in teils historischen Bestandsbauten ist eine Herausforderung.“ Das teilt die Stadt Northeim auf eine HNA-Anfrage zur Behebung von Brandschutzmängeln in den Grundschulen der Stadt Northeim mit. Im November vergangenen Jahres hatte der Northeimer Stadtrat über eine Mängelliste diskutiert, die in einem Prüfbericht veröffentlicht worden war. Darin ging es unter anderem um fehlende Brandschutztüren, fehlende zweite Rettungswege oder eine nicht vorhandene Alarmierungsanlage.
„Zukunftskonzept Northeimer Grundschulen“
Nach zum Teil Jahrzehnten, in denen an den Northeimer Grundschulen nur in begrenztem Umfang investiert worden sei, habe die Stadt als Schulträger ein Zukunftsprogramm auf den Weg gebracht, heißt es aus dem Rathaus. Mit dem „Zukunftskonzept Northeimer Grundschulen“ würden die Schulen Schritt für Schritt modernisiert und zukunftsfähig aufgestellt. Die Stadt stehe dabei in einem regelmäßigen und engen Austausch mit den Schulleitungen und den Elternräten.
Im Fokus hatte dabei unter anderem die Martin-Luther-Schule in Northeim gestanden. Hier wurde bemängelt, dass in langen Fluren und in mehreren Räumen Brandschutztüren fehlen. Was wurde von diesen Mängeln inzwischen behoben? Dazu betont die Stadtverwaltung, dass der überwiegende Teil „mutmaßlich vorliegender Mängel“ aktuell über ein neues Brandschutzkonzept betrachtet werde. Das sei im Rahmen des laufenden Schulumbaus beauftragt worden und liege bereits als Vorentwurf vor. Im Rahmen des Schulumbaus sollen die Mängel dann behoben werden.
In der Schule am Sultmer wurde laut Stadtverwaltung inzwischen ein zweiter Rettungsweg geschaffen, an der Astrid-Lindgren-Schule wird aktuell eine Aufstellfläche für die Feuerwehr angelegt. Die im Prüfbericht bemängelte, fehlende Alarmierungsanlage in der Grundschule in Langenholtensen sei installiert, ein zweiter Rettungsweg eingerichtet worden.
Der Umbau der Martin-Luther-Schule befindet sich laut Stadtverwaltung weiterhin in der Planungsphase. Er stelle einen Eingriff in einen über viele Jahre gewachsenen Schulstandort dar. Das Gebäudeensemble bestehe aus einem denkmalgeschützten Hauptgebäude sowie späteren Erweiterungen aus unterschiedlichen Bauphasen. Der Bau eines neuen Treppenhauses und der Einbau eines Personenaufzugs sollen an der „Schnittstelle“ dieser Gebäudeteile erfolgen. Die Planung dafür werde voraussichtlich bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Danach folge der Ausschreibungs- und Vergabeprozess. Der Umbau selbst soll 2027 starten.
Der ebenfalls geplante Umbau der Schule am Sultmer soll 2028 starten, die Ausschreibung der Planung noch 2026. Für die Neubauten der Grundschulen in Langenholtensen und Sudheim soll eine begleitende Arbeitsgruppe aus Verwaltung, Schule und Politik initiiert werden.
Ende 2024 hatte der Northeimer Stadtrat ein Investitionsvolumen von rund 35 Millionen Euro für die städtischen Grundschulen beschlossen. Aktuell werden die Toiletten in der Regenbogenschule Höckelheim saniert. (kat)