Bombenanschlag bei Feier in Moskau: Wer steckt hinter dem Attentat?
KI-Stimme. InfoEs sollte ein rauschendes Fest werden, im Moskauer Nobelitaliener „Balzi Rossi“ am Gartenring in der Moskauer Innenstadt. Gegen 20.10 Uhr Ortszeit endete die Feier abrupt mit einer Explosion, lau...
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KI-Stimme. Info
Es sollte ein rauschendes Fest werden, im Moskauer Nobelitaliener „Balzi Rossi“ am Gartenring in der Moskauer Innenstadt. Gegen 20.10 Uhr Ortszeit endete die Feier abrupt mit einer Explosion, laut Behördenangaben starben drei Menschen, 21 wurden teils schwer verletzt. Eine Gasexplosion in der Küche, wie ursprünglich spekuliert wird? Wohl nicht. Das Nationale Anti-Terror-Komitee ermittelt wegen einer „terroristischen Handlung“, die Explosion war ein Bombenattentat.
Das Restaurant war am Samstagabend für eine private Feier gebucht, zahlreiche Wachleute kontrollierten die Besucher, weiß die Zeitung „Kommersant“. „Die Feuerwehr war als Erste vor Ort, gefolgt von Krankenwagen, dann der Nationalgarde und weiteren Einsatzkräften“, zitiert die Zeitung eine Anwohnerin, die im Nachbarhaus wohnt. „Als ich das Gebäude verließ, sah ich elegant gekleidete Frauen aus dem Restaurant rennen. Sie trugen ihre Schuhe, gefolgt von einem Mann mit freiem Oberkörper und einem blutbefleckten T-Shirt.“ Zunächst berichteten Telegram-Kanäle von einer „Hochzeit mit 50 Gästen“. Ziel des Terroranschlags war aber vermutlich Alexander Chaiko, der neue Oberbefehlshaber der russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte, der im „Balzi Rossi“ seinen 55. Geburtstag und seine Beförderung feierte.
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Moskau: Ferngezündete Paketbombe tötet drei Menschen
Eine Kurierin wollte ein Paket abgeben, angeblich ein Geschenk. Einer der Wachleute hielt sie auf, wollte das Paket untersuchen. In diesem Moment explodierte die Bombe mit heftiger Wucht. Der Sprengsatz war wohl mit Metallkugeln gefüllt, die Kurierin, der Wachmann und ein Restaurantgast starben sofort. Man geht davon aus, dass die Bombe ferngezündet wurde, die Kurierin wusste wohl nichts vom Inhalt des Pakets. Von der Explosion wurde sie förmlich zerrissen. Ihre Hand wurde 15 Meter vom Tatort entfernt auf der Straße gefunden.

General Chaiko wurde kürzlich erst von Wladimir Putin zum Oberbefehlshaber befördert. Der hochrangige Offizier ist kein Unbekannter. Mehrfach befehligte er russische Militäreinheiten in Syrien. Im März 2020 nahm er an Gesprächen zwischen dem früheren russischen Verteidigungsminister Sergei Schoigu und dem damaligen syrischen Präsidenten Baschar al-Assad in Damaskus teil. Auch im Ukraine-Krieg kämpften Soldaten unter seinem Befehl.

Sicherheitskräfte sichern den Ort der Explosion in Moskau, bei der laut Behördenangaben drei Menschen starben.© Feng Kaihua/XinHua/dpa | Feng Kaihua
Nicht der erste Anschlag auf russische Militärs
Sollte das Attentat wirklich ihm gegolten haben, dann wäre dies nicht der erste Anschlag auf hochrangige Militärs in Moskau. Im Dezember starb General Fanil Sarwarow bei einem Autobombenanschlag. Die Bombe war unter seinem Fahrzeug deponiert. Ein Jahr zuvor kam der russische General Igor Kirillow bei einem ähnlichen Bombenanschlag in Moskau ums Leben. Damals bekannte sich der ukrainische Geheimdienst SBU zu der Tat.
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Am Samstagabend begannen die Behörden mit den Ermittlungen zum jüngsten Bombenanschlag. Zu den Hintergründen ist bislang nichts bekannt. Der russische Sicherheitsdienst FSB hatte Anfang des Jahres erklärt, die Behörden würden den Schutz hochrangiger Militärs verstärken, nachdem es zu Attentaten und Mordversuchen gekommen war, für die der FSB die Ukraine verantwortlich machte.