Bombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden: Etwa 2.600 Menschen müssen evakuiert werden
In Monheim am Rhein wurde auf einem Firmengelände an der Rheinparkallee eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Bei dem Fund handelt es sich um eine britische Fünf-Zentner-Bombe mit Langzeitzünder. Dadur...
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In Monheim am Rhein wurde auf einem Firmengelände an der Rheinparkallee eine Bombe aus dem zweiten Weltkrieg gefunden. Bei dem Fund handelt es sich um eine britische Fünf-Zentner-Bombe mit Langzeitzünder. Dadurch kann die Bombe nicht entschärft werden, sondern muss heute gesprengt werden.
Evakuierung in Monheim betrifft viele ältere Menschen
In einem Umkreis von 600 Meter muss der Bereich um den Fundort evakuiert werden. Etwa 2600 Menschen sind laut der Stadt Monheim davon betroffen. "Durch unsere demographischen Daten wissen wir, dass viele ältere Personen in dem Bereich wohnen. Daher müssen Krankentransporte bereitgestellt werden", erklärte eine Sprecherin der Stadt Monheim gegenüber dem WDR. Mehr als 150 Polizisten und Feuerwehrleute sind aktuell im Einsatz.
Evakuierung läuft nach Plan
Ursprünglich war die Stadt Monheim davon ausgegangen, dass die Evakuierungsmaßnahmen gegen 19 Uhr abgeschlossen sind. Zu dem Zeitpunkt war allerdings erst die Hälfte der insgesamt 12 Evakuierungsbezirke geräumt. Man habe sich bewusst dafür entschieden die Wohngebiete zu evakuieren, erklärte Bürgermeisterin Sonja Wienecke. Man gehe aber davon aus, dass die Evakuierung in den Bereichen im Industriegebiet schneller klappt.
Einige Anwohner hatten gegenüber dem WDR berichtet, dass sie von der Evakuierung überrascht wurden. Der angegebende Evakuierungsradius, der in der Nina Warn-App angegeben war, stimmte offenbar nicht ganz mit dem Radius überein, den die Stadt angegeben hatte. Auf Anfrage erklärte die Stadt den Unterschied damit, dass die Leitstelle mit anderen Daten gearbeitet hätte. Richtig sei der Radius, den die Stadt später herausgegeben hat.
Rhein muss für Schiffe gesperrt werden
Wenn die Evakuierung abgeschlossen ist, will der Kampfmittelräumdienst die Bombe kontrolliert sprengen. Auch ein Abschnitt des Rheins liegt in dem betroffenen Radius, er wird für die Dauer der Sprengung für Schiffe gesperrt. Wann die Bombe gesprengt wird, lasse sich laut Stadt aktuell noch nicht sicher sagen.
Stadt stellt Sammelunterkunft zur Verfügung
Für Menschen, die während der Evakuierung keine andere Aufenthaltsmöglichkeit haben, wurde in der Mensa der Peter-Ustinov-Gesamtschule eine Anlaufstelle eingerichtet. Der Zugang ist über die Falkenstraße möglich. Laut Stadt waren hier gegen 19 Uhr etwa 50 Menschen versammelt, der Rest konnte bei Freunden und Verwandten unterkommen.
Laut der Stadt Monheim verkehren zudem Evakuierungsbusse zwischen den Sammelpunkten an den Kreuzungen Krischerstraße/Niederstraße sowie Niederstraße/Daimlerstraße und der Anlaufstelle an der Peter-Ustinov-Gesamtschule.
Laufende Informationen für die Bevölkerung
Über die aktuelle Lage informiert die Stadt nach eigenen Angaben unter anderem über die Warn-App NINA. Aktuelle Hinweise zur Evakuierung und zur anschließenden Sprengung werden außerdem auf der Internetseite der Stadt, über den Newsletter, den WhatsApp-Kanal, bei Facebook sowie über die Stadtdisplays veröffentlicht.
Außerdem appelliert die Stadt Monheim an die Bewohnerinnen und Bewohner im Evakuierungsgebiet, den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten und den Bereich zügig zu verlassen.