Blitzermarathon in Hessen startet
Die "Speedweek" startet in eine neue Runde. Diese Woche kontrolliert die Polizei in Hessen verstärkt die Geschwindigkeit von Verkehrsteilnehmern. Wo geblitzt wird, verrät sie diesmal nicht. Welche Bußgelder bei Tempoverstößen drohen, zeigt unser Überblick.
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Raser bei "Speedweek" im Visier Blitzermarathon in Hessen startet
Die "Speedweek" startet in eine neue Runde. Diese Woche kontrolliert die Polizei in Hessen verstärkt die Geschwindigkeit von Verkehrsteilnehmern. Wo geblitzt wird, verrät sie diesmal nicht. Welche Bußgelder bei Tempoverstößen drohen, zeigt unser Überblick.
Ein Polizist betrachtet das Blitzerfoto eines auf der Autobahn geblitzten Fahrzeugs. Bild © picture alliance/dpa | Christian Lademann
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00:31 Min.|hessenschau.de (Heiko Schneider)
Bild © picture-alliance/dpa (Archiv)| zur Audio-Einzelseite
Die hessische Polizei startet am Montag ihre diesjährige "Speedweek". Bis einschließlich Sonntag (9. August) wird landesweit verstärkt die Geschwindigkeit kontrolliert – vor allem auf Strecken mit vielen Unfällen sowie in der Nähe von Schulen, Krankenhäusern und Baustellen.
Anders als bei früheren "Speedweeks" gibt die Polizei diesmal nicht bekannt, wo und wann genau kontrolliert wird.
Ziel der Aktionswoche sei es, das Bewusstsein für Tempolimits zu schärfen. Überhöhte Geschwindigkeit zählt zu den häufigsten Unfallursachen und ist die Ursache der meisten tödlichen Verkehrsunfälle.
Poseck: "Bewusstsein für Gefahren schärfen"
"Mit verstärkten Kontrollen wollen wir das Bewusstsein für die Gefahren zu schnellen Fahrens schärfen, Verstöße konsequent ahnden und so Menschenleben schützen", erklärte Innenminister Roman Poseck (CDU).
Ziel sei es, dass sich alle Verkehrsteilnehmer an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten und mit mehr Rücksicht und Verantwortung unterwegs seien. "Wir wollen mit der Speed-Week für verantwortungsbewusstes Fahren sensibilisieren."
ADAC: "Beitrag zu mehr Sicherheit"
Auch nach Ansicht des ADAC leisten die Kontrollen einen Beitrag zu mehr Sicherheit. Den Verkehrsteilnehmenden würden dadurch die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit bewusst gemacht.
"Die Geschwindigkeit ist an die Umgebung anzupassen. So gesehen ist ein Tempolimit auch als Limit und nicht als Empfehlung zu verstehen", sagte Ulrich Chiellino, Leiter ADAC-Verkehrspolitik.
Im vergangenen Jahr stellten die hessischen Polizeibehörden bei der "Speedweek" rund 25.775 Verstöße fest. Bei insgesamt 813.009 gemessenen Fahrzeugen ergab das eine Verstoßquote von 3,17 Prozent. Alleine in Hessen waren mehr als tausend Polizeibeamte für die Aktion im Einsatz.
Weitere Informationen
Strafen für zu schnelles Fahren
Wer sich nicht an die zulässige Höchstgeschwindigkeit hält, muss mit Bußgeld, Fahrverbot und Punkten in Flensburg rechnen:
- Bis zu 10 km/h zu schnell: innerorts 30, außerorts 20 Euro Bußgeld.
- 11 bis 15 km/h zu schnell: innerorts 50, außerorts 40 Euro Bußgeld.
- 16 bis 20 km/h zu schnell: innerorts 70, außerorts 60 Euro Bußgeld.
- 21 bis 25 km/h zu schnell: innerorts 115, außerorts 100 Euro Bußgeld sowie ein Punkt.
- 26 bis 30 km/h zu schnell: innerorts 180, außerorts 150 Euro Bußgeld, sowie jeweils ein Punkt, dazu unter Umständen ein einmonatiges Fahrverbot (etwa für Wiederholungstäter)
- 31 bis 40 km/h zu schnell: innerorts 260 Euro, außerorts 200 Euro Bußgeld, plus zwei Punkte, dazu ein einmonatiges Fahrverbot.
- 41 bis 50 km/h zu schnell: innerorts 400, außerorts 320 Euro Bußgeld, plus zwei Punkte, dazu einen Monat Fahrverbot.
- 51–60 km/h zu schnell: innerorts 560, außerorts 480 Euro Bußgeld, dazu zwei Punkte und zwei bzw. einen Monat Fahrverbot.
- 61–70 km/h zu schnell: innerorts 700, außerorts 600 Euro Bußgeld, plus zwei Punkte, dazu drei bzw. zwei Monate Fahrverbot.
- Mehr als 70 km/h zu schnell: innerorts 800, außerorts 700 Euro Bußgeld, dazu zwei Punkte plus drei Monate Fahrverbot.
- Quelle: ADAC-Bußgeldrechner
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