„Bewährungsprobe“: Zentralratschef Schuster warnt eindringlich vor AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt

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„Bewährungsprobe“: Zentralratschef Schuster warnt eindringlich vor AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt

Stand: 30.08.2026, 07:18 Uhr

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Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eindringlich vor der AfD gewarnt.

Berlin – Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, hat mit Blick auf die bevorstehende Landtagswahl in Sachsen-Anhalt eindringlich vor der AfD gewarnt. Der dortige Urnengang am 6. September werde „für das demokratische Zentrum unseres Landes zur Bewährungsprobe“, sagte Schuster dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). AfD-Politiker wie der dortige Spitzenkandidat Ulrich Siegmund oder Landes-Vize Hans-Thomas Tillschneider seien „erklärte Gegner unserer offenen Gesellschaft“. 

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze (v.r.) bei der MDR-Wahlarena am Mittwoch.

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze (v.r.) bei der MDR-Wahlarena am Mittwoch. Der JU-Chef in Sachsen-Anhalt, Nico Elsner, spricht sich für eine Kooperation mit der AfD aus - und bricht damit mit der Brandmauer. © RONNY HARTMANN/AFP

Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Schuster warnt vor „radikalem Kurswechsel“ bei AfD-Sieg

Sie strebten in zentralen Politikfeldern „radikale Kurswechsel an, die, etwa im Bereich der Erinnerungskultur, einer Aufkündigung unseres bundesrepublikanischen Konsenses gleichkommen würden“, warnte Schuster. Tillschneider gilt als Rechtsaußenvertreter der AfD und beklagte dem Bericht zufolge unter anderem eine „Sakralisierung des Holocaust“.

Umfragen zufolge kann sich die als gesichert rechtsextremistisch eingestufte AfD in Sachsen-Anhalt Hoffnungen auf einen deutlichen Wahlsieg machen. Schuster appellierte in den RND-Zeitungen an die „Parteien des demokratischen Zentrums“. Sie seien „gefordert, die Sorgen und Nöte der Menschen zu adressieren und ernst zu nehmen“. 

Zugleich dürfe es „aus reinem Machtkalkül heraus keinerlei Annäherung an Rechtsextreme geben – der sogenannten Alternative für Deutschland darf nach der Wahl an keiner Stelle politische Verantwortung für unsere liberale Demokratie und unsere offene Gesellschaft übertragen werden“, forderte der Vorsitzende des Zentralrats der Juden. (bb mit Agenturen)