Trump-Golfplatz: Polizei nimmt Bewaffneten fest – der enttarnt sich selbst

KI-Stimme. InfoJeanine John Taele machte es den Beamten ziemlich leicht. Am Sonntag ging der 38-Jährige auf dem Trump National Golf Club in Rancho Palos Verdes bei Los Angeles selbst auf jene Vorhut zu, die den...

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Trump-Golfplatz: Polizei nimmt Bewaffneten fest – der enttarnt sich selbst

KI-Stimme. Info

Jeanine John Taele machte es den Beamten ziemlich leicht. Am Sonntag ging der 38-Jährige auf dem Trump National Golf Club in Rancho Palos Verdes bei Los Angeles selbst auf jene Vorhut zu, die den für Dienstag terminierten Besuch des amerikanischen Präsidenten vorzubereiten hatte.

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Seine Selbstbezichtigung – er gehöre zum Sicherheitskommando des US-Außenministeriums – ließ die Agenten kurz zucken. Sie hatten Taele bereits am Freitag, mit Knopf im Ohr, dabei beobachtet, wie er über den Golfplatz ging und die Sicherheitskräfte filmte. Als der aus Downey stammende Mann erklärte, in seinem Auto liege eine geladene Waffe, riefen sie das Sheriffbüro an.

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Trump-Golfplatz: Ermittler entdecken Waffen-Arsenal bei Verdächtigem

Das war der Beginn einer noch undurchsichtigen Geschichte, die in US-Medien zwischen „ernst zu nehmendem Sicherheitsfall“ und „möglicherweise gefährlicher Vorbereitungshandlung für einen Anschlagsversuch“ oszilliert. Vorab: Trumps Besuch bei einer Spendengala der Republikanischen Partei fand wie geplant statt und lief reibungslos ab, der Präsident reiste unbehelligt nach Las Vegas weiter.

Nach seiner Festnahme fanden die Ermittler bei Taele ein Magazin mit 16 Hohlspitzgeschossen. In seinem Pick-up-Truck lagen eine geladene Neun-Millimeter-Pistole, ein zweites Magazin, ein Fernglas und eine Marke mit der Aufschrift „Security Protection Agent“. Bei der Durchsuchung von Taeles Wohnung stießen die Beamten auf ein illegal verkürztes Gewehr, weitere Waffen, Schutzwesten, große Magazine, Funktechnik und mehrere Notizbücher. Darin fanden sich nach Angaben des Justizministeriums „besorgniserregende Aussagen“. Mehr ist bislang nicht bekannt: Weder wurden Passagen veröffentlicht, noch ist bestätigt, dass Trump darin erwähnt wird.

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Bislang kein erkennbares politisches Motiv

Hier beginnt die Grauzone. Die Kombination aus wiederholter Beobachtung der Sicherheitsvorbereitungen, falscher Identität, schussbereiter Waffe und umfangreichem Arsenal war so ungewöhnlich, dass FBI, Secret Service und Terrorismusfahnder den Fall mit höchster Dringlichkeit behandelten. „Es gibt keinen Spielraum für Fehler, insbesondere angesichts früherer Anschläge auf das Leben von Präsident Trump“, sagte Patrick Grandy, Vizechef der FBI-Außenstelle in Los Angeles. Staatsanwalt Bill Essayli: „Die Strafverfolgungsbehörden auf Bundes- und lokaler Ebene haben frühzeitig eingegriffen und verhindert, dass es zu einer potenziell gefährlichen Situation gekommen wäre.“

News aus den USA

Ein Vertreter der Waffenbehörde ATF ging einen Schritt weiter und erklärte gegenüber der „Los Angeles Times“, möglicherweise sei eine Tragödie verhindert worden. „Möglicherweise“ ist das entscheidende Wort. Bisher gibt es keine öffentlich bekannte Drohung gegen Trump, kein Bekennerschreiben, kein erkennbares politisches Motiv. Taele wurde bislang ausdrücklich nicht wegen einer Präsidentenbedrohung oder eines Attentatsvorhabens beschuldigt, sondern wegen des Besitzes eines nicht registrierten kurzläufigen Gewehrs und verbotener Munition. Taele, gegen den unabhängig von der Golfplatzsituation Ermittlungen im Zusammenhang mit einem Raubüberfall geführt werden, sollte am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden. Die Verstöße gegen Waffengesetze könnten ihm maximal zehn Jahre Haft eintragen.