Berlin-Wahl 2026: Das ist CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers
KI-Stimme. InfoEs war die schnelle Lösung: Nach dem Rückzug von Kai Wegner als Spitzenkandidat der CDU bei der Berlin-Wahl 2026 hatte Stefan Evers übernommen. Der 46-Jährige ist seit 2023 Finanzsenator des Land...
- 4 min read
KI-Stimme. Info
Es war die schnelle Lösung: Nach dem Rückzug von Kai Wegner als Spitzenkandidat der CDU bei der Berlin-Wahl 2026 hatte Stefan Evers übernommen. Der 46-Jährige ist seit 2023 Finanzsenator des Landes und seit wenigen Monaten auch Kultursenator. Er gilt als enger Vertrauter von Kai Wegner.

Evers ist in Nordrhein-Westfalen aufgewachsen und studierte Rechtswissenschaften. Nach Berlin kam Evers Ende der 1990er-Jahre. 2011 wurde er erstmals ins Abgeordnetenhaus gewählt, von 2018 bis 2023 war er parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion, von Dezember 2016 bis Herbst 2023 Generalsekretär der Landespartei. Was sind die Vorteile, mit Evers in die entscheidende Phase des Wahlkampfs zu gehen, und was die Nachteile?
Stefan Evers: Infos über den Spitzenkandidaten der Berliner CDU im Überblick
| Name | Stefan Evers |
|---|---|
| Funktion | Spitzenkandidat der Berliner CDU |
| Geburtsjahr | 10. Oktober 1979 |
| Geburtsort | Herdecke (NRW) |
| Ausbildung | Jurist |
| Familie | verheiratet |
Evers verhält sich weniger wie ein Senator als wie ein Regierungschef
Evers benötigt keine Einarbeitungszeit. Als Finanzsenator arbeitet er in einem Querschnitts-Ressort. In entscheidender Rolle stellt er den Landeshaushalt dieser Stadt auf, überwacht die Finanzen und ist bei sämtlichen wichtigen Investitionen und Vertragsverhandlungen dabei. Evers ist also sofort drinnen, gilt als ein Generalist, der große Finanzfragen beantworten will und delegieren kann. Beobachter sprechen davon, er verhalte sich schon jetzt mehr wie ein Regierungschef als wie ein Fachsenator.
In seiner Rolle als Kultursenator hat sich Evers auch etwa davon überzeugen lassen, dass der Umzug einer Zentral- und Landesbibliothek an den Alexanderplatz eine große Chance für das Land sein könnte. Das Vorhaben will er nun mit einer Absichtserklärung verfestigen.
- Die Spitzenkandidaten bei der Berlin-Wahl im Schnell-Check
- Das ist CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers
- Das ist SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach
- Das ist Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp
- Das ist Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf
- Das ist AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker
Evers kann mit Politikern anderer Parteien
Ein weiterer Vorteil von Stefan Evers als Spitzenkandidat: Evers kann Wahlkampf. Vor seiner Zeit als Finanzsenator war Evers Generalsekretär der Berliner CDU. Er organisierte und plante die Strategie der CDU vor der Wiederholungswahl im Februar 2023. Insbesondere stellte er etwa die Silvesterkrawalle immer wieder in den Vordergrund. Auf der Plattform X (früher Twitter) äußerte sich Evers immer wieder scharf. Manchmal einfach: „Senat feuern. Feuerwehr feiern.“ Als kurz nach Silvester eine Aktuelle Stunde zum Thema verhindert wurde, sprach Evers von „Realitätsverweigerung“.
In seiner Rolle als Generalsekretär war er auch nach der Wiederholungswahl am Tisch bei den Verhandlungen um einen neuen Senat. Am Ende stand die CDU mit zwei potenziellen Koalitionspartnern da, sowohl der SPD als auch den Grünen. Evers weiß demzufolge, wie man mit den Politikern dieser Stadt spricht.
Er gilt als liberal, ist offen schwul und gilt auch als kompatibel mit Grünen und SPD. In den vergangenen Jahren wurde Evers etwa immer wieder von der SPD-Fraktion bei Klausuren der Partei eingeladen. Hielt dort Vorträge zum Haushalt. Auch innerhalb schätzt man den Umgang mit Evers.
Während der Regierende Bürgermeister über Monate hinweg mit seinem Handeln am ersten Tag des Stromausfalls zu kämpfen hatte, gilt Evers hingegen als integer. Er ist unbescholten, ihm hängen keine Altlasten nach.
News zur Berlin-Wahl 2026
Evers: Die Stadt steht an einem Wendepunkt
Allerdings gibt es auch Nachteile mit einem Kandidaten Evers. Er gilt eben als enger Vertrauter von Kai Wegner. In dieser Position hielt er bis zuletzt zum Regierenden Bürgermeister. Als die Debatte rund um den Stromausfall aufkam, verteidigte Evers Wegner mehr, als dass er nach Konsequenzen rief.
Beobachter sprachen nach seiner Übernahme der Spitzenkandidatur davon, dass er mehr dazu gedrängt wurde, einzuspringen – in Verantwortung für die Partei. Durch die Debatte um Wegner kam Evers aus einer defensiven Position. Er geht nicht mit dem Amtsbonus eines Regierenden Bürgermeisters in den Wahlkampf gegen die politischen Konkurrenten.
Auch interessant
Nach dem Rückzug von Kai Wegner äußerte sich Evers via X. „Verantwortung für Berlin. Darum geht es in den Ämtern, in die wir gewählt sind.“ Kai Wegner habe Verantwortung übernommen und eine „schwere persönliche Entscheidung“ getroffen. Das verdiene aus seiner Sicht „Respekt“. Evers schrieb aber auch, dass man nun wieder darüber sprechen könne, worum es „wirklich“ am 20. September gehe. „Diese Stadt steht am Wendepunkt. Die Wahl im September wird eine Schicksalswahl.“