„Beängstigend“: Trumps Flugzeugtausch macht Air Force zum Köder – Hätten die USA Unbeteiligte sterben lassen?
StartseitePolitik„Beängstigende“ Details zu Trumps Flugzeugtausch: Hätten die USA Unbeteiligte einfach sterben lassen?Stand: 11.08.2026, 14:14 UhrKommentareUns auf Google folgenMit einem Trick umging Donald Tru...
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„Beängstigende“ Details zu Trumps Flugzeugtausch: Hätten die USA Unbeteiligte einfach sterben lassen?
Stand: 11.08.2026, 14:14 Uhr
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Mit einem Trick umging Donald Trump offenbar auf dem Rückflug vom NATO-Gipfel die Gefahr eines Iran-Angriffs. Sein Manöver wirft aber eine brisante Frage auf.
Washington D.C. – Ein aufwendiger, mehrstufiger Plan, ein Catering-Container und ein etwas morbider Köder. Wochen nach dem NATO-Gipfel in Ankara wird nun bekannt, wie Donald Trump wirklich zurück in die USA reiste. Die Enthüllungen sind spektakulär. Und sie werfen eine brisante Frage auf.

Am 8. Juli verließ der US-Präsident den NATO-Gipfel im türkischen Ankara. Zu diesem Zeitpunkt lief bereits der Krieg im Iran, einem direkten Nachbarland der Türkei. US-Medien wie die Washington Post berichteten damals bereits, es habe konkrete Morddrohungen gegen Trump aus dem Iran gegeben. Deshalb griff man wohl zu einem Trick.
Trumps heimlicher Flugzeugtausch nach NATO-Gipfel: Mehrstufiger Plan mit brisantem Ausgang
Zum Abflug bestieg Trump sichtbar für alle die „Air Force One“. Kameras filmten mit, der Präsident winkte freundlich, stieg über die Gangway ein. Wie die Washington Post und auch die New York Times berichten, soll Trump dann allerdings über einen angedockten Catering-Container wieder aus dem Flieger gebracht und in ein anderes, kleines Militärflugzeug gebracht worden sein. Dies habe einen anderen Namen erhalten, um die Täuschung nicht auffliegen zu lassen.
Trumps gesamte Reise wurde von Beginn an kritisch beäugt. Eigentlich reist der US-Präsident mittlerweile in einer neuen „Air Force One“, einem geschenkten Flieger aus Katar. Mit diesem bestritt er auch den Weg in die Türkei. Zurück gen USA stieg er aber – vermeintlich – in eine ältere Regierungsmaschine. Angeblich „der guten alten Zeiten wegen“, sagte er zuvor. Berichte wurden jedoch laut, dass es wegen der Morddrohungen Sicherheitsbedenken um den neuen Katar-Flieger gegeben habe, etwa wegen mangelnder Defensivsysteme.
Trump wechselt Flieger wegen Morddrohungen – Journalisten und Mitarbeiter müssen trotzdem an Bord
Sowohl die alte „Air Force One“, als auch der heimliche dritte Jet mit Donald Trump an Bord sollen schließlich bis nach Großbritannien zum britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Mildenhall in Suffolk geflogen sein. Dort stieg Trump dann in seinen Katar-Jet um, um zurück nach Washington zu fliegen.
Als wäre das alles nicht schon spektakulär genug, enthalten die Berichte weitere brisante Details zur Rückreise. Laut den Enthüllungen der Washington Post und der New York Times befanden sich auch Journalisten und Regierungspersonal in der alten „Air Force One“, die nach Trumps heimlichem Ausstieg darin weiterflogen – trotz eines möglichen Attentatsversuchs? Immerhin wollten US-Geheimdienste zuvor Morddrohungen gegen Trump als glaubwürdig eingestuft haben. Ein Angriff auf das Flugzeug erschien demnach denkbar. Was wiederum die Frage aufwirft: Hätten die USA unbeteiligte Journalisten und Personal unter Umständen einfach sterben lassen?
Journalisten und Mitarbeiter nicht über Trump-Manöver informiert: Hätten USA sie einfach sterben lassen?
Eine genaue Antwort fällt schwer. Aber zumindest heißt es in den Berichten, die Journalisten und Mitarbeiter an Bord seien nicht darüber informiert worden, dass sich der Präsident gar nicht mehr in der Maschine befunden habe. Personen, die im Flugzeug saßen, gaben später an, sie hätten die Anweisung bekommen, ihre Fensterrollos unten zu halten. Dass der Flug mit einer Regierungsmaschine der USA in der Nähe des Iran gefährlich werden könnte, dürfte an Bord vorab klar gewesen sein. Dass die Maschine als eine Notfall-Köder diente, wurde offenbar nicht kommuniziert. Auch der Kongress soll über das Manöver nicht informiert gewesen sein.
Von der Washington Post auf das heimliche dritte Flugzeug angesprochen, folgte aus dem Weißen Haus nur ein knappes Statement. „Wie der Präsident kürzlich sagte, gibt es viele Feinde Amerikas, die ihn im Visier haben, und wir setzen alle uns zur Verfügung stehenden Mittel ein, um diesen Bedrohungen zu begegnen“, zitierte die Zeitung Steven Cheung, den Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses.
„Beängstigend“: Kritik an Trumps Vorgehen – erster Senator fordert Aufarbeitung
Derweil regt sich massive Kritik am Vorgehen Trumps, das möglicherweise Unbeteiligte in Gefahr hätte bringen können. Der demokratische Senator Richard Blumenthal bezeichnete den Flugzeug-Tausch im CNN-Gespräch mit Moderatorin Kaitlan Collins als „geradezu beängstigend“ sowie „beispiellos“ und „surreal“. Er forderte zudem eine Unterrichtung des Kongresses zu dem Vorfall, da es nicht nur um die Sicherheit des Präsidenten gegangen sei. „Ich möchte wissen, welche Vorkehrungen getroffen wurden, um die Sicherheit der Mitarbeiter und Journalisten an Bord jener ‚Air Force One‘ zu gewährleisten, deren Nutzung für den Präsidenten als zu gefährlich eingestuft worden war“.
Dass ein US-Präsident heimlich den Flieger wechselt, ist nicht neu. Prominentester Fall hierfür ist Bill Clinton. Der Ex-Präsident sollte während seiner zweiten Amtszeit im Jahr 2000 nach Pakistan reisen. Vorab vermuteten Geheimdienste allerdings, dass das islamistische Terrornetzwerk al-Quaida Scharfschützen in Pakistans Hauptstadt Islamabad positionieren wolle. Clinton stieg daher nicht in die markante „Air Force One“, sondern flog mit einem schlichten, unmarkierten, weißen Jet. An Bord war nur der kleinste Beraterstab, schrieb der Historiker Taylor Branch in seinem 2009 erschienenen Buch „The Clinton Tapes“. Der Ex-Präsident deckte das Manöver bereits bei seiner Ankunft in Pakistan auf.
Nicht nur Trump: Auch Bill Clinton wechselte einst heimlich den Flieger
Der entscheidende Unterschied: Clintons „Köder-Air-Force“ war abgesehen von den Piloten leer, es waren keine Journalisten oder Staff-Mitglieder an Bord. Branch zitierte Clinton dazu, der US-Präsident habe sich „schlecht gefühlt für die Piloten, die eine leere Köder-Maschine flogen“. In Trumps Fall war der Köder allerdings offenbar voll mit Unwissenden. (Quellen: Washington Post, New York Times, CNN, eigene Recherchen) (han)