Acht Jugendliche prallen mit Auto gegen Lkw: Zwei Tote, viele Verletzte
Ein mit acht Jugendlichen völlig überfülltes Auto ist bei Nidda in einen Baustellen-Lastwagen gekracht. Zwei der Teenager starben, die anderen wurden schwer verletzt. Wie die 14- und 15-Jährigen an das Auto kamen, ist noch unklar.
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Schwerer Unfall bei Nidda Acht Jugendliche prallen mit Auto gegen Lkw: Zwei Tote, viele Verletzte
Ein mit acht Jugendlichen völlig überfülltes Auto ist bei Nidda in einen Baustellen-Lastwagen gekracht. Zwei der Teenager starben, die anderen wurden schwer verletzt. Wie die 14- und 15-Jährigen an das Auto kamen, ist noch unklar.
Das Unfallauto prallt in den Baustellen-Lkw. Bild © 5vision.news
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02:05 Min.|Gaby Beck
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Der schwere Unfall ereignete sich am Mittwoch gegen 13.15 Uhr auf der Landesstraße 3185 bei Nidda (Wetterau). Zwischen den Ortsteilen Ober-Lais und Michelnau prallte ein Auto, in dem acht Teenager saßen, nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei ungebremst auf einen Baustellen-Anhänger, der sich dadurch in einen abgestellten Baustellen-Lkw drückte.
15-Jähriger am Steuer
"Dabei sind tragischerweise zwei Menschen ums Leben gekommen, zwei Insassen des Pkw", sagte ein Polizeisprecher. Es handle sich um einen 15 Jahre alten Jungen, der das Auto gefahren sei, und eine 14 Jahre alte Mitfahrerin.
Insgesamt hätten acht Jugendliche im Alter zwischen 14 und 15 Jahren in dem Mazda CX-5 gesessen. Der Autotyp ist eigentlich nur für fünf Personen ausgelegt. Die sechs überlebenden Insassen kamen mit zum Teil schweren Verletzungen ins Krankenhaus.
Zwei Arbeiter verletzt
Verletzt wurden bei dem Unfall auch zwei Arbeiter an der Baustelle: Ein 53-Jähriger sei mit schweren Verletzungen, sein 57 Jahre alter Kollege mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gekommen.
Sie saßen laut Polizei im Führerhaus des Lastwagens, in den das Auto prallte. Ein dritter Arbeiter aus dem Fahrzeug blieb unverletzt.
Vieles noch unklar
Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, war das Auto mit den acht Jugendlichen nach bisherigen Erkenntnissen in Richtung Glashütten unterwegs und kam aus noch unbekannter Ursache nach links von der Straße ab.
Im Einmündungsbereich zur K 199 sei der Lkw mit den drei Arbeitern für Makierungsarbeiten abgestellt gewesen. Außerdem habe vor dem Lkw ein Anhänger gestanden. Der Mazda mit den Jugendlichen sei erst mit dem Anhänger zusammengestoßen, der sich dann in den dahinterstehenden Lkw gedrückt habe.
Die Hintergründe zu dem Unfall - etwa wie die Jugendlichen an das Auto kommen konnten - sind bislang unklar. Mithilfe von Gutachtern werde man den Unfallhergang ermitteln, hieß es von der Polizei.
Ende des Videobeitrags Notfallseelsorge für Einsatzkräfte
Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Polizei mit mehreren Wagen und Hubschraubern vor Ort. Die Landstraße wurde für die Bergungsarbeiten in beide Richtungen voll gesperrt.
Die Polizei richtete eine Betreuungsstelle zur Notfallseelsorge für die beteiligten Rettungskräfte in einem Feuerwehrhaus ein. "Natürlich ist so etwas belastend für unsere Einsatzkräfte", sagte Stadtbrandinspektor Kevin Schubach. Auch Frank Weber, der kurz nach dem Unfall für ein Abschleppunternehmen an die Unfallstelle kam, sprach von dramatischen Bildern.
"Wenn man sich anschaut, dass der Pkw einen Lkw-Anhänger mitsamt Deichsel in den Motorraum und das Fahrerhaus eines Lkw reinmanövriert hat, kann man sich ungefähr vorstellen, was da für Kräfte gewirkt haben", sagte Weber.
Bürgermeister: "Gedanken bei Angehörigen"
Der Bürgermeister der Stadt Nidda, Thorsten Eberhard (CDU), bedankte sich bei den Einsatzkräften, die vor Ort alles gegeben hätten. "Unsere Gedanken sind jetzt bei den Angehörigen", sagte er.
In den nächsten Tagen werde es psychologische Hilfsangebote auch für Mitschülerinnen und Mitschüler der Verstorbenen und Verletzten geben, hieß es vom Schulamt des Wetteraukreises. Vier Schulpsychologen seien dafür im Raum Nidda an unterschiedlichen Schulen im Einsatz.