Auto fährt durch Fußgängerzone und verletzt acht Menschen

Ein 68-Jähriger ist mit seinem Auto durch die Hofgeismarer Fußgängerzone gefahren und hat Passanten und Gegenstände erfasst. Acht Menschen wurden verletzt. Offenbar hatte der Fahrer zuvor einen medizinischen Notfall.

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Auto fährt durch Fußgängerzone und verletzt acht Menschen

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Medizinischer Notfall Auto fährt in Hofgeismar durch Fußgängerzone und verletzt acht Menschen

Ein 68-Jähriger ist mit seinem Auto durch die Hofgeismarer Fußgängerzone gefahren und hat Passanten und Gegenstände erfasst. Acht Menschen wurden verletzt. Offenbar hatte der Fahrer zuvor einen medizinischen Notfall.

Ein Gutachter begutachtet das beschädigte Fahrzeug

Spurensicherung in Hofgeismar: Das beschädigte Fahrzeug wurde vor Ort untersucht und dann abgeschleppt. Bild © picture alliance/dpa | Florian Wiegand

Videobeitrag Eine verwüstete Fußgängerzone nachdem ein Auto dort durchgefahren ist

Bild © hr

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In Hofgeismar (Kassel) ist am Freitagvormittag ein Auto in einer mehrere hundert Meter langen Irrfahrt durch die Fußgängerzone gefahren. Nach Angaben der Polizei war der 68 Jahre alte Fahrer zuvor bereits an einem Zebrastreifen aufgefallen.

Zeugen wollten den Mann ansprechen, weil er augenscheinlich medizinische Probleme hatte. Kurz darauf fuhr der Mercedes mit hoher Geschwindigkeit in den Fußgängerbereich.

Mehrere Passanten erfasst

Dort erfasste das Auto mehrere Passanten. Außerdem kollidierte der Mercedes mit Außenständen von Geschäften. Kurz darauf kam er zum Stehen.

Nach aktuellem Ermittlungsstand wurden acht Menschen verletzt. Sie erlitten Schürfwunden, Prellungen oder einen Schock.

Vier der Verletzten wurden vorsorglich in Krankenhäuser gebracht. Schwere Verletzungen wurden nach bisherigen Erkenntnissen bei keinem der Betroffenen festgestellt.

Fahrer in kritischem Zustand

Passanten leisteten dem Fahrer unmittelbar nach dem Unfall Erste Hilfe. Der 68-Jährige wurde notärztlich behandelt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Sein Zustand soll kritisch sein.

Die Polizei geht davon aus, dass bei dem Mann ein medizinischer Notfall vorlag. Dieser sei nach derzeitigem Ermittlungsstand ursächlich für den Unfall gewesen.

Durcheinandergewirbelte Polster liegen in einer Fußgängerzone

Die Fahrt eines Autos durch die Innenstadt in Hofgeismar hat sichtbare Schäden hinterlassen. Bild © hr / Henning Middeldorf

Die Fahrt des Autos durch die Fußgängerzone sorgte für große Aufregung, wie der Hauptamtsleiter der Kleinstadt, Chris Dworak, der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Sofort sei die Frage aufgekommen, welchen Hintergrund der Vorfall habe. "Hier hat das Telefon nicht mehr stillgestanden." Es habe unmittelbar Abstimmungen zwischen Bürgermeister Torben Busse (CDU), dem Stadtbrandinspektor und der Polizei gegeben.

Poseck bedankt sich bei Einsatzkräften

Innenminister Roman Poseck (CDU) erklärte, er gehe nach allen ihm vorliegenden Informationen von einem tragischen Unfallgeschehen aus. Seine Gedanken seien bei den Verletzten "und denjenigen, die durch den Vorfall in Angst und Schrecken versetzt wurden."

Straße in einer Fußgängerzone und Absperrband

Rettungswagen in Hofgeismar: Ein Auto ist in eine Hauswand gefahren. Bild © Hessennews TV

Den Betroffenen wünschte der Minister schnelle Genesung. Zugleich bedankte er sich "bei allen, die in Hofgeismar im Einsatz sind und waren, um den Verletzten zu helfen und Unterstützung zu leisten".

Hoher Sachschaden

Polizei und Rettungsdienst waren mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. In die Ermittlungen wurde auch ein Gutachter eingeschaltet.

Der Sachschaden in der Fußgängerzone ist nach Polizeiangaben hoch, kann derzeit aber noch nicht genau beziffert werden. Die Unfallstelle ist weiterhin abgesperrt.

"Fußgängerzonen häufig durch Poller abgesichert"

Mit Blick auf den Schutz vor solchen und anderen Vorfällen mit Autos erklärte Poseck, die Sicherheitsmaßnahmen seien in den Innenstädten in Hessen bereits allgemein hoch. "Fußgängerzonen sind häufig bereits durch Poller abgesichert", so der Minister. "Das Unfallgeschehen in Hofgeismar bietet aus meiner Sicht keinen Anlass, weitere Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen und noch mehr Poller einzusetzen."

Es handele sich um einen tragischen Einzelfall. "So etwas lässt sich leider niemals und nirgendwo komplett ausschließen. Innenstädte müssen auch grundsätzlich erreichbar bleiben", so Poseck.