Austria und Rapid in der ersten Cuprunde: Kleine Gegner, große Fallhöhe

Fußball Austria und Rapid in der ersten Cuprunde: Kleine Gegner, große Fallhöhe Die Wiener Großklubs treten zu Stadtduellen an, der LASK und Red Bull Salzburg starten gegen Außenseiter. Für die Bundesl...

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Austria und Rapid in der ersten Cuprunde: Kleine Gegner, große Fallhöhe

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Austria und Rapid in der ersten Cuprunde: Kleine Gegner, große Fallhöhe

Die Wiener Großklubs treten zu Stadtduellen an, der LASK und Red Bull Salzburg starten gegen Außenseiter. Für die Bundesligisten zählt nur das Weiterkommen

Philip Bauer

ÖFB-Cup-Pokal in Klagenfurt.
Sehnsuchtsort Klagenfurt – zunächst gilt es aber ein paar Stolpersteine aus dem Weg zu räumen.

Der erste Schritt ist erledigt. Rapid und die Austria sind mit Siegen in der zweiten Qualifikationsrunde zur Conference League in die Saison gestartet. Die Grünen gewannen am Donnerstag beim FC Santa Coloma mit 3:1, die Violetten setzten sich beim FK Liepaja mit 2:0 durch. Man darf den Rückspielen kommende Woche bei aller gebotenen Vorsicht gelassen entgegensehen. Gut, Andorra und Lettland sind nicht gerade der Nabel der Fußballwelt. Aber was für Pleiten haben wir in Österreich nicht schon erlebt? Wir wurden sozusagen zur Bescheidenheit erzogen. In diesem Sinne: Zicke zacke zicke zacke hoi hoi hoi!

Der Saisonbeginn ist nicht zum Glänzen da. Die Teams müssen sich finden, Selbstvertrauen tanken. Es geht um Siege, um das disziplinierte Erledigen von Pflichtaufgaben. Man muss im Rennen bleiben. Der Rest ist Powidl. Das gilt für das internationale Geschäft genauso wie für den ÖFB-Cup. Und da sind die Bundesligavereine am Wochenende gleich wieder gefordert. Doublesieger LASK beginnt am Samstag Teil eins der Mission Titelverteidigung. Das Team von Coach Dietmar Kühbauer gastiert in der ersten Runde in Kalsdorf bei Graz beim örtlichen Drittligisten (18.00 Uhr/live ORF 1 in Konferenz). Zeitgleich tritt Red Bull Salzburg unter Neo-Trainer Danny Röhl in Oberwart an.

Klare Rollenverteilung

Die Kräfteverhältnisse im Cup sind traditionell klar abgesteckt. Trainer zerreißt es geradezu beim Spagat zwischen Favoritenrolle und mahnenden Worten. "Natürlich ist es für Kalsdorf das Spiel der Spiele, sie haben im Gegensatz zu uns nichts zu verlieren. Wir fahren dorthin, um in die nächste Runde aufzusteigen. Die Ausgangslage ist klar: Wir müssen da drüber", sagt Kühbauer. Dass der Erfolgscoach noch in Linz weilt, kommt überraschend. Die Gerüchteküche hatte ihn nach dem Meistertitel mehrfach in Deutschland gesehen. Derzeit ist ein Wechsel kein Thema. "Ich habe mit dem LASK einen wunderbaren Klub, alles andere steht in den berühmten Sternen", sagt der Burgenländer zur Krone.

Röhl wiederum ist bei Salzburg voll gefordert. Die Bullen haben seit drei Jahren keinen Titel mehr in Österreich gewonnen. Der letzte Triumph im Cup gelang 2022. Auch schon ein Zeiterl her. Über den Sommer investierte der Klub einen schönen Batzen Geld, 34 Millionen Euro wurden insgesamt lockergemacht. Unter anderem kehrte der bosnische Torgarant Haris Tabaković für fünf Millionen Euro in die Bundesliga zurück. Röhl, der zuletzt bei den Glasgow Rangers engagiert war, hat eine Strategie entwickelt, um die über die Jahre hinweg enttäuschten Fans der Salzburger glücklich zu machen: "Siegen, mehr Tore schießen." Klingt nach einem Plan.

Keine Selbstläufer

Am Sonntag gibt es zwei Wiener Pokalderbys: Die Austria wird vom Sport-Club empfangen (18.00/ORF 1), Rapid tritt am Kunstrasen von Ostliga-Aufsteiger SV Wienerberg (20.30/ORF Sport+) an. Die Anreisestrapazen halten sich in Grenzen, umso mehr Fans werden in Hernals und an der Computerstraße erwartet. Das neue Heimstadion des Sport-Clubs ist längst ausverkauft, am Wienerberg wird es auch nicht fad. Beide Spiele sind keine Selbstläufer. Rapid hat den Cup seit 1995 nicht mehr gewonnen. Die Austria ist im Vorjahr in der ersten Runde am ASK Voitsberg gescheitert. Mehr Warnung braucht es nicht. (Philip Bauer, 25.7.2026)

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