ChatGPT-Erfinder nennt Apple einen KI-Versager – und das mitten in einem erbitterten Rechtsstreit

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ChatGPT-Erfinder nennt Apple einen KI-Versager – und das mitten in einem erbitterten Rechtsstreit

Apple im KI-Rennen „gescheitert“: OpenAI kontert Klage mit vernichtender Kritik

Stand: 08.08.2026, 06:18 Uhr

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OpenAI nennt Apple einen KI-Versager – und wehrt sich gegen eine Klage wegen Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen.

Apple ist im KI-Rennen „gescheitert“, behauptet der Erfinder von ChatGPT, während das Unternehmen versucht, eine Klage abzuweisen, in der ihm vorgeworfen wird, die Geschäftsgeheimnisse des iPhone-Herstellers gestohlen zu haben. OpenAI attackierte die KI-Bemühungen des Technologieriesen, als es einen US-Richter aufforderte, die Vorwürfe des Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen gegen zwei frühere Apple-Mitarbeiter zurückzuweisen, die gekündigt hatten, um dem Labor beizutreten.

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Dieser Artikel von Eleanor Harmsworth entstand in Kooperation mit telegraph.co.uk.

„Apple darf eine unbegründete und vorgeschobene Klage nicht dazu benutzen, seine Defizite auf dem Arbeitsmarkt und bei der Bindung seiner Mitarbeiter sowie sein Scheitern bei der Integration von KI in seine Produkte auszugleichen“, erklärten die Anwälte von OpenAI in einer gerichtlichen Eingabe. Apple hatte OpenAI und die ehemaligen Mitarbeiter im vergangenen Monat verklagt und behauptet, sie hätten interne Geheimnisse des Unternehmens gestohlen und zum Hersteller von ChatGPT mitgenommen.

OpenAI plant großes

OpenAI kontert Klage von Apple mit massiver Kritik. (Symbolbild) © IMAGO

In einigen Fällen behauptete Apple, die Mitarbeiter hätten auch nach ihrem Ausscheiden weiterhin auf die IT-Systeme des iPhone-Herstellers zugegriffen. Das Unternehmen warf einem Mitarbeiter außerdem vor, „Screenshots vertraulicher Apple-Dokumente zu einem noch nicht angekündigten Apple-Produkt“ angefertigt zu haben. Die Anwälte von OpenAI erklärten jedoch, das Silicon-Valley-Labor habe „keinen Nutzen, kein Bedürfnis und kein Verlangen nach Apples Geschäftsgeheimnissen“ und fügten hinzu, man baue „etwas völlig Neues und Anderes als alles, was es bei Apple gibt“.

OpenAI weist Vorwürfe zurück und verweist auf eigene Entwicklungen

OpenAI entwickelt gemeinsam mit Sir Jony Ive, dem früheren Designchef von Apple, ein neues KI-Gerät, das mit künftigen Apple-Produkten konkurrieren könnte. Das KI-Labor übernahm im vergangenen Jahr ein Start-up, das von dem britischen Designer gegründet worden war, der 27 Jahre bei Apple tätig war, für 6,4 Mrd. Dollar (rund 5,5 Mrd. Euro).

Apple behauptet, OpenAI habe mehr als 400 seiner Mitarbeiter eingestellt, während OpenAI versucht, sein erstes KI-Hardwareprodukt zu entwickeln, und spricht von einem „Muster des Diebstahls von Apples Geschäftsgeheimnissen durch OpenAI-Mitarbeiter, die zuvor bei Apple beschäftigt waren“. In seiner Erwiderung erklärte OpenAI, Apples Mitarbeiter hätten sich bewusst für das KI-Labor entschieden, weil sie „von der innovativen und spannenden Arbeit angezogen wurden, die das Unternehmen leistet“.

Debatte um Apples Rolle im globalen KI‑Wettlauf

Apple sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert, im KI-Rennen ins Hintertreffen zu geraten, da die Einführung einer neuen Version seines Sprachassistenten Siri auf einen späteren Zeitpunkt in diesem Jahr verschoben wurde. Frühere KI-Bemühungen des Konzerns hatten zu Fehlern und Pannen in der Smartphone-Software geführt. Der iPhone-Hersteller blieb zudem weitgehend an der Seitenlinie, während seine Konkurrenten im Silicon Valley Hunderte Milliarden Dollar in Rechenzentren investierten, um KI-Systeme zu entwickeln.

Berichten zufolge arbeitet OpenAI an einem scheibenförmigen KI-Lautsprecher, der auf Sprachbefehle reagieren und mit Apples Siri konkurrieren könnte. Apple wurde um eine Stellungnahme gebeten. Diese blieb bislang unbeantwortet. Auch SpaceX greift Apple an.