Ansah gewinnt sensationell EM-Gold: Sprintkollegen schweigen zu Dopingvorwürfen

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Ansah gewinnt sensationell EM-Gold: Sprintkollegen schweigen zu Dopingvorwürfen

Ansah-Konkurrenten schweigen über Dopingvorwurf

Stand: 15.08.2026, 16:52 Uhr

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Sprinter Owen Ansah hat bei der Leichtathletik-EM voll abgeräumt und gleich doppelt Edelmetall eingefahren. Doch die Dopingvorwürfe sorgen für Ungewissheit.

Birmingham – Owen Ansah hat bei der Leichtathletik-EM mit Gold über 200 Meter und Bronze über 100 Meter für Furore gesorgt. Doch die Freude über seine Erfolge wird von einem Dopingvorwurf überschattet. Ansah soll am 9. Juli einen Dopingtest verweigert haben, was ihm eine mögliche vierjährige Sperre einbringen könnte. Die Nationale Anti-Doping Agentur (NADA) fordert die Aberkennung seiner Medaillen. Ansah selbst bestreitet die Vorwürfe und plant, gerichtlich dagegen vorzugehen.

Owen Ansah gewann in Birmingham den Finallauf über 200 Meter.

Owen Ansah gewann in Birmingham den Finallauf über 200 Meter. © picture alliance/dpa | Sven Hoppe

In dieser angespannten Situation zeigen sich Ansahs Konkurrenten äußerst zurückhaltend. Zharnel Hughes, der Silber über 200 Meter gewonnen hat, wäre der größte Profiteur einer Disqualifikation Ansahs. Auf die Frage, ob er über den Dopingwirbel Bescheid wisse, antwortete Hughes ausweichend: „Um ehrlich zu sein: nein.“

Zurückhaltung und Ausweichmanöver: Die Reaktionen der Ansah-Konkurrenz

Ähnlich reagiert Timothé Mumenthaler, der zeitgleich mit Eseosa Fostine Desalu auf Platz drei landete. Auf die Möglichkeit angesprochen, dass seine Bronzemedaille zu Silber werden könnte, meinte Mumenthaler nur: „Oh, ich möchte das nicht kommentieren, das geht mich nichts an. Er hat Gold gewonnen, gut für ihn.“

Owen Ansah selbst hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt. „Ich habe oft gesagt, dass ich mich dazu nicht äußern werde. Es ist ein laufendes Verfahren. Ich bitte, dies auch jetzt wieder zu respektieren“, betonte Ansah. Der Fall wird vor dem Deutschen Sportschiedsgericht verhandelt, und sowohl die NADA als auch Ansah haben die Möglichkeit, in die nächste Instanz zu gehen. Dies könnte den Prozess über Monate oder sogar Jahre in die Länge ziehen.

Während dieser Zeit müssen sowohl Ansah als auch seine Konkurrenten mit der Ungewissheit leben, wie die EM-Medaillen letztlich verteilt werden. Eine Aberkennung der Medaillen würde die Rangliste erheblich beeinflussen – Hughes könnte zum Europameister aufsteigen, während Mumenthaler von Bronze auf Silber klettern würde. Doch bis eine endgültige Entscheidung fällt, bleibt die Situation für alle Beteiligten unklar. (hbr)