Amtsantritt: Arbeitsagentur-Chefin im Saarland – Junge Menschen sind nicht dümmer oder fauler
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Amtsantritt Arbeitsagentur-Chefin im Saarland – Junge Menschen sind nicht dümmer oder fauler
Saarbrücken · Immer wieder gibt es Klagen über den Wissensstand der jungen Generation. Die neue Chefin der Arbeitsagentur im Saarland will dies nicht gelten lassen – und sagt warum.
06.08.2026 , 07:35 Uhr
Junge Menschen im Saarland: Arbeitsagentur-Chefin hält sie für durchaus intelligent. (Symbolbild)
Foto: dpa/Maurizio Gambarini
Angeblich faule oder schlechter qualifizierte junge Menschen – diese Debatte lehnt Ulrike Mohrs ab. Die neue Chefin der Arbeitsagentur im Saarland : „Jede Generation hat den Untergang des Abendlandes verkündet, weil die nach ihr kommende angeblich so furchtbar war“, sagte die 61-Jährige der Deutschen Presse-Agentur (DPA). Die heutige junge Generation sei überhaupt nicht dümmer – „im Gegenteil“.
Arbeitsagentur-Chefin aus Saarbrücken: Junge Menschen nicht dümmer oder fauler
Mohrs, die auch für Rheinland-Pfalz zuständig ist: „Das Thema ist nicht, dass Kinder dummer oder fauler sind, sondern es ist die Frage, wie sie sozialisiert werden – und das haben wir alle in der Hand.“ Mohrs, die den Posten an der Spitze der Regionaldirektion zum 1. Juli antrat, sagte: „Man muss die Jugendlichen einfach da abholen, wo sie stehen.“
Klar sei: „Wir brauchen jeden einzelnen Jugendlichen.“ Es gehe einerseits um die individuelle Entwicklung junger Menschen und andererseits um die Gesellschaft als Ganzes, der es an Fachkräften mangele.
Probleme gibt es – aber auch Lösungen
Es sei grundsätzlich wichtig, jungen Menschen zu vermitteln, welche Chancen es gebe, sagte die neue Leiterin der Regionaldirektion. Sie dürften nicht nur mit Defiziten und Problemen konfrontiert werden.
„Ich glaube, wir müssen Kindern und Jugendlichen noch viel stärker deutlich machen: Ja, es gibt Probleme, es gibt Herausforderungen, aber es gibt auch Lösungen.“ Auf diesem Wege würden junge Menschen zu resilienten Erwachsenen. „Und diese Resilienz spielt, glaube ich, eine große Rolle.“ Es sei im Leben wichtig, auch mit empfundenen oder tatsächlichen Ungerechtigkeiten umzugehen.
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