Alles auf Rot: Tadej Pogačar jagt bei Vuelta sein letztes Puzzlestück

Radsport Alles auf Rot: Tadej Pogačar jagt bei Vuelta sein letztes Puzzlestück Der Rad-Superstar könnte bei der Spanien-Rundfahrt seine Grand-Tour-Erfolge komplettieren. Unterschreibt er noch davor ein...

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Alles auf Rot: Tadej Pogačar jagt bei Vuelta sein letztes Puzzlestück

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Alles auf Rot: Tadej Pogačar jagt bei Vuelta sein letztes Puzzlestück

Der Rad-Superstar könnte bei der Spanien-Rundfahrt seine Grand-Tour-Erfolge komplettieren. Unterschreibt er noch davor einen neuen Megavertrag?

Ein Radfahrer im gelben Trikot überquert jubelnd die Ziellinie. Er hebt eine Hand zum Gruß, während er mit seinem Fahrrad auf der Rennstrecke fährt. Im Hintergrund sind unscharf weitere Fahrer und Zuschauerelemente zu sehen.
Hier radelt er noch in Gelb: Zum fünften Mal siegte Tadej Pogačar im Juli bei der Tour de France. Die Chancen stehen gut, dass er den ersten Sieg bei der Vuelta folgen lässt.

Monte-Carlo/Madrid – 26 Tage nach seinem historischen fünften Triumph bei der Tour de France beendet Rad-Superstar Tadej Pogačar den Sommerurlaub. Vor der eigenen Haustür wird die Vuelta a España im Fürstentum Monaco gestartet und so versucht sich der slowenische Ausnahmesportler zum zweiten Mal bei dieser letzten Grand Tour des Jahres. Ein Sieg bei der am Samstag beginnenden Rundfahrt über 3275 Kilometer und 21 Etappen fehlt ihm noch. Durchaus möglich, dass der 27-jährige UAE-Profi davor noch einen Megavertrag unterschreibt.

Denn am Freitag will das Pogačar-Lager mit Rennstall-Präsident Matar Suhail Al Yabhouni Al Dhaheri aus den Emiraten und Teamchef Mauro Gianetti im Fürstentum einen neuen Vertrag fixieren. "Tadej ist zufrieden, aber es gibt einige Punkte zu besprechen – und dabei geht es nicht ums Geld. Wir werden über das Jahr 2031 sprechen. Wir wollen bestimmte Klauseln erörtern. Unsere Absicht ist es, den Vertrag zu verlängern", sagte Berater Alex Carera dem Radsport-Journalisten Daniel Benson.

Der Kontrakt von Pogačar läuft aktuell bis 2030, in der Vergangenheit hatte der Ausnahmekönner auch schon einmal über ein Karriereende nach den Olympischen Spielen 2028 nachgedacht. Um welche Klauseln es bei den Gesprächen genau geht, ist nicht bekannt. Von Bildrechten, Prämien, den Rennplänen seiner Teamkollegen oder der Nutzung eines Privatjets ist die Rede. Über Geld wird aber ganz sicher auch gesprochen. Als Pogačar kurz vor der Tour 2024 seinen Kontrakt verlängerte, soll sein Gehalt auf schätzungsweise acht Millionen Euro angehoben worden sein.

Ein Radrennfahrer des Decathlon-Teams trägt ein lilafarbenes Trikot und wurde während der vierten Etappe der Vuelta a Burgos 2026 in Spanien fotografiert. Im Hintergrund sind Zuschauer und weitere Radfahrer erkennbar.
Felix Gall gewann in der Vorbereitung die Vuelta a Burgos.

Pogačar beherrscht den Radsport

Eine Summe, die seinem Leistungsvermögen kaum noch gerecht wird. Denn seitdem hat Pogačar den Radsport dominiert wie vor ihm wohl nur Eddy Merckx. Drei Tour-Siege, zwei Weltmeistertitel und etliche Klassikersiege sind seitdem hinzugekommen. Wenn Pogačar an die Startlinie rollt, geht es für die Konkurrenz meist nur um den zweiten Platz.

So wird es bei der Spanien-Rundfahrt kaum anders sein, alles andere als das Rote Trikot des Gesamtersten wäre am Ende eine Sensation. Sein Landsmann und vierfacher Vuelta-Sieger Primož Roglič (Red Bull) und Österreichs Giro-Zweiter Felix Gall zählen zu den größten Rivalen. Roglič hat allerdings seine beste Zeit hinter sich und kommt zudem nach einem Unfall nicht top vorbereitet ins Fürstentum. "Sie viermal zu gewinnen, ist schon etwas, das ich mir nie hätte vorstellen können. Deshalb möchte ich mir keinen zusätzlichen Druck machen", sagt Roglič wohl wissend, dass es ein fünftes Mal in diesem Jahr kaum geben wird.

Die anspruchsvolle Strecke, die die Organisatoren zusammengestellt haben, kommt Pogačar entgegen und bietet ihm zahlreiche Möglichkeiten für eine offensive Fahrweise: Sechs Hochgebirgsetappen, sieben Bergankünfte und rund 58.000 Höhenmeter machen die diesjährige Vuelta zu einer der härtesten in der Geschichte des Rennens. Zumindest die Anreise zum 9,4 km langen Auftaktzeitfahren in Monaco ist für Pogačar entspannt.

Merckx traut Pogačar das Triple zu

Pogačar war bisher einmal als 19-Jähriger bei der Vuelta 2019 am Start und wurde nach drei Etappensiegen schon Gesamtdritter. Gewinnt er sieben Jahre später, wäre er erst der neunte Radprofi mit Siegen bei allen drei Grand Tours. Radsport-Legende Eddy Merckx geht aber noch weiter. Der Belgier traut ihm sogar alle drei Siege in einem Jahr zu. "Wenn es jemand schaffen kann, dann er", so Merckx.

Der zweimalige Weltmeister hegt aber noch andere Ziele. "Paris-Roubaix steht auf meinem Wunschzettel", sagt Pogačar. Bei der Kopfsteinpflaster-Tortur in der Hölle des Nordens ist er zweimal von den Klassikerspezialisten Mathieu van der Poel (2025) und Wout van Aert (2026) ausgebremst worden. Auch Olympia-Gold in Los Angeles 2028 ist ein großes Ziel und das WM-Trikot trägt er ohnehin gerne. (APA, red, 20.8.2026)

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