„Acht von zehn Schiedsrichtern geben Gelb“: Westfalia Rhynern II erlebt Achterbahnfahrt mit Remis und Rot
wa.deSportHammStand: 10.08.2026, 20:00 UhrKommentareUns auf Google folgenMaurice Nüse traf in Bergkamen früh zum 1:0 und sah später Rot. © Jörg BeuningFrühe Führung, 1:3-Rückstand, starkes Comeback zum 3:3: Wes...
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Stand: 10.08.2026, 20:00 Uhr
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Frühe Führung, 1:3-Rückstand, starkes Comeback zum 3:3: Westfalia Rhynern II holt in Bergkamen einen Punkt, verliert aber Torschütze Maurice Nüse.
Hamm – Es war am Sonntag eine Achterbahnfahrt der Gefühle für die Reserve des SV Westfalia Rhynern. Im Auftaktspiel der neuen Saison der Fußball-Kreisliga A (1) bei Aufsteiger Gurbet Spor Bergkamen war das Team von Trainer Torsten Skerra früh in Führung gegangen, lag dann zur Halbzeit mit 1:3 zurück, schaffte aber noch das 3:3, verlor allerdings in der Schlussphase Maurice Nüse durch eine Rote Karte. „Am Ende war es für uns ein Punktgewinn“, sagte Skerra nach der turbulenten Begegnung.
Eine Woche zuvor war das Kreispokalspiel der Bergkamener gegen BW Alstedde noch abgebrochen worden, die Partie gegen die Westfalia verlief allerdings ohne nennenswerte Zwischenfälle. „Das war ein sehr fairer Gastgeber“, lobte Skerra die Platzherren, fand allerdings weniger positive Worte für den Unparteiischen Haci Kilinc. „Acht von zehn Schiedsrichtern geben nach der angeblichen Beleidigung von Maurice Gelb. Aber wir müssen jetzt damit leben.“ Auch Jörg Beuining, Team-Manager der Rhyneraner Reserve, wunderte sich über die Hinausstellung in der 82. Minute gegen Nüse, der die Westfalia in der dritten Minute mit 1:0 in Front gebracht hatte. „Der Schiedsrichter hat die Rote Karte erst nach dem Angriff von Bergkamen und dem Gegenangriff von uns gezückt. Und er hat mir dann noch gesagt: Wenn Bergkamen da ein Tor geschossen hätte, hätte er nicht Rot gegeben.“
Rhynern II holt Remis in Bergkamen trotz Roter Karte
So ärgerlich für Rhynern der Platzverweis und die anstehende Sperre für Nüse auch sind, letztlich waren Skerra und auch Beuning mit dem Remis zufrieden. „Man merkt bei uns, dass einigen Spielern noch Trainingseinheiten fehlen“, sagt der Coach. „Wir sind dadurch noch nicht so weit wie zum gleichen Zeitpunkt in den beiden vergangenen Jahren. Dem einen oder anderen fehlen noch die nötigen Meter.“ Und auch Beuning betont: „Am Ende hatten wir ja noch Glück, dass zwei Schüsse an Pfosten und Latte gelandet sind. Daher geht das Remis schon in Ordnung.“
Dabei hatten die Rhyneraner gerade im ersten Durchgang genug Chancen gehabt, um selbst mit einer Führung in die Pause zu gehen. Doch zum einen war die Chancenauswertung eher mäßig, zum anderen fehlte in der Defensive die nötige Konzentration, um die Zweikämpfe kompromissloser zu führen. „Gurbet Spor schießt dreimal aufs Tor – und trifft dreimal. Und wir lassen die besten Möglichkeiten liegen“, kritisiert Beuning.