8000 Gäste beim Open-Air-Kino im Starnberger Seebad – fast doppelt so viele wie 2025
StartseiteLokalesStarnbergStarnbergStand: 22.08.2026, 12:01 UhrKommentareUns auf Google folgenBesucherrekord beim Open-Air-Kino im Starnberger Seebad: Rund 8000 Gäste besuchten die insgesamt 18 Vorstellungen un...
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Stand: 22.08.2026, 12:01 Uhr
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18 Abende lang pilgerten rund 450 Menschen pro Vorstellung ins Starnberger Seebad. Allein „Steckerlfischfiasko" lockte bei mehreren Vorstellungen rund 2800 Besucher an.
Starnberg – „Wir sind wirklich glücklich“, schwärmte Matthias Helwig, der an diesem Freitagmorgen im Starnberger Seebad noch mit dem Abbau beschäftigt war. 18 Abende Open-Air-Kino lagen hinter dem Betreiber der Breitwand-Kinos und seinem Team, und in diesem Jahr wird diese Veranstaltung in die Geschichte eingehen: Fast jeden Abend pilgerten rund 450 Menschen ins Seebad, allein bei den Vorstellungen von „Steckerlfischfiasko“ waren es 2800. Im Vorjahr hatte Helwig zwischen 200 und 350 gezählt. In Summe konnte er heuer 8000 Besucher begrüßen. 2025 waren es rund 4500 gewesen, bei 24 Vorstellungen.
Die Atmosphäre war in diesem Jahr vor allem dank des Hitzesommers besonders. In den Vorjahren kroch so manches Mal am späteren Abend die Kälte die Füße hinauf, die Menschen kamen mit Decken und Mützen ausgerüstet. Gleich mehrere Abende waren 2025 verregnet. Heuer saßen die Menschen oft bis zum Ende glücklich im T-Shirt da, zumal es heuer auch nicht so viele Mücken gab. „Das sind wirklich italienische Verhältnisse“, freute sich an einem Abend eine Cineastin, die vom Wörthsee angereist war. Doch nicht nur das sorgte für gute Laune bei Helwig, sondern auch die Tatsache, dass eben nicht nur „Steckerlfischfiasko“ die Cineasten lockte, sondern auch der Arthouse-Film „Sentimental Value“ und die Dokumentation „Das Flüstern der Wälder“ mit je mehr als 300 Besucherinnen und Besuchern.
„Es macht mich glücklich, dass über 300 Menschen an einem sommerlichen Abend einen Dokumentarfilm oder einen anspruchsvollen Arthouse-Film ansehen“, schwärmte Helwig. Stimmung und Atmosphäre seien durchgängig wundervoll gewesen. Von einem magischen Moment spricht Helwig bei der Vorführung „Das Flüstern der Wälder“: „Wir saßen da, von Bäumen umgeben. Es war, als wären wir mittendrin im Wald. Das war besonders.“ Nur bei zwei Veranstaltungen mit „Steckerlfischkiasko“ war das Wetter schlecht, und trotzdem waren Leute da. „Der Teufel trägt Prada“ musste ebenso wie „Vaterland“ ins Kino verlegt werden.
Aufgrund der glücklichen Umstände habe ihm das Open-Air besonders viel Spaß gemacht. „Die Menschen sind dankbar, und das Team ist dann auch im Flow“, sagte Helwig. Für die nächsten Jahre hat er auch beispielsweise in einen Zeltboden investiert. Das klingt nach weiteren Open-Airs. „Wir danken unseren Partnern, der Stadt Starnberg und dem Seebad Starnberg, ohne deren Unterstützung das Open Air an diesem wunderbaren Ort nicht möglich wäre, sowie den privaten Förderern ALR Treuhand, Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg, der Klosterbrauerei Andechs und den vielen Filmpaten. Den Schwung nehmen wir jetzt mit in die Jubiläumsausgabe des Fünf-Seen-Filmfestivals“, fügt Helwig noch hinzu.
Denn nach dem Open-Air im Seebad ist vor dem Festival: Vom 3. bis 13. September steigt wieder das Fünf-Seen-Filmfestival, dazu können sich eingefleischte Fans schon jetzt folgende Termine in den Kalender schreiben: Die Eröffnungsfeier ist am 3. September in der Schlossberghalle mit dem Film „Lieblingsmenschen“. Luna Wedler nimmt am 4. September den Hannelore-Elsner-Preis entgegen. Am Montag, 7. September, legt der Filmdampfer ab, und für Sonntag, 13. September, sind Abschlussfeier und Preisverleihung geplant. Insgesamt sind bei der 20. Ausgabe des Festivals rund 150 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme zu sehen.