Hitze-Inferno in Wien: 41 Grad gemessen – Donau-Schifffahrt bricht zusammen
StartseiteWelt41 Grad in Wien: Österreichs Hitze-Rekord trifft auch die Donau mit voller WuchtStand: 04.08.2026, 19:33 UhrKommentareUns auf Google folgenÖsterreich hat einen neuen Hitzerekord aufgestellt. Die F...
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41 Grad in Wien: Österreichs Hitze-Rekord trifft auch die Donau mit voller Wucht
Stand: 04.08.2026, 19:33 Uhr
Österreich hat einen neuen Hitzerekord aufgestellt. Die Folgen der Hitzewelle sind auch auf der Donau spürbar, wo die Schifffahrt weitgehend zum Erliegen kam.
Wien – Österreich hat am Dienstag (4. August) einen neuen nationalen Temperaturrekord aufgestellt. In Wien-Stammersdorf wurden am Nachmittag 41 Grad Celsius gemessen, wie ein Sprecher der Geosphere Austria gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilte. Damit wurde der bisherige österreichweite Rekord gebrochen. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete zuvor von einem Rekordwert von 40,8 Grad. Für deutsche Nachbarn ist das auch wegen der Folgen für die Donau relevant.

Der bisherige Höchstwert stammte aus dem August 2013. Damals waren in Bad Deutsch-Altenburg im Osten Niederösterreichs 40,5 Grad registriert worden. Der neue Rekord wurde ebenfalls im Osten des Landes gemessen; Wien-Stammersdorf liegt im Nordosten der Bundeshauptstadt. Der Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle wird am Dienstag und Mittwoch (5. August) erwartet. Geosphere Austria hatte bereits für beide Tage in Wien, dem Nordburgenland und im Nordosten Niederösterreichs die höchste Wetterwarnstufe Rot ausgegeben – unter anderem dem Umstand geschuldet, dass es in den Nächten kaum abkühlt.
Österreich knackt die 41 Grad: Kein Ende der Hitze in Sicht
Auch für Mittwoch erwarten Meteorologen in Österreich Höchstwerte nahe am Rekord. Der gesamte Juli war im Nachbarland ungewöhnlich heiß und trocken. Das gilt ebenso für Deutschland und weitere Länder Europas. Örtlich regnete es bis zu 90 Prozent weniger als üblich, wie der Wetterdienst der AFP erklärte. Nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern führt die menschengemachte Erderwärmung zu häufigeren und heftigeren Wetterextremen. Dazu zählen etwa Hitze, Dürre und Unwetter.
Die Hitze und die anhaltende Trockenheit führten auch zu gleich mehreren Waldbränden in Europa. Auf der griechischen Insel Kreta entstand zeitweise eine 15 Kilometer lange Feuerfront. Ganze Ortschaften wurden von den Behörden per Notfallbenachrichtigung zur sofortigen Evakuierung aufgefordert. Feuerwehrleute starben beim Einsatz. In Spanien und Frankreich hat sich die Lage dagegen etwas beruhigt. Nun stellen sich die örtlichen Behörden auf sogenannte Zombiefeuer ein.
Schifffahrt auf der Donau stark eingeschränkt
Die Auswirkungen der Hitze sind auch am Fluss messbar – im wahrsten Sinne des Wortes: Die Donau hat gerade mit extremem Niedrigwasser zu kämpfen. Die Güterschifffahrt sei weitgehend zum Erliegen gekommen, teilte das österreichische Mobilitätsministerium mit. Auch Flusskreuzfahrten seien deutlich eingeschränkt. Die Donau verbindet Österreich mit Deutschland und mehreren weiteren europäischen Ländern. Auch die Pegel vom Rhein sinken immer weiter: Am Montag (3. August) wurde in Worms nur noch ein Wasserstand von einem Zentimeter gemessen. (Quellen: dpa, AFP, Geosphere Austria) (cln)