31 junge Handwerker im Landkreis Starnberg zu Gesellen ernannt

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31 junge Handwerker im Landkreis Starnberg zu Gesellen ernannt

Stand: 04.08.2026, 06:58 Uhr

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Andechs,28.07.2026, Freisprechungsfeier Kreishandwerkerschaft, Ludwig Gansneder (rechts vorne)

Sie können stolz auf ihre Leistung sein: 31 junge Handwerkerinnen und Handwerker sind von der Kreishandwerkerschaft und Kreishandwerksmeister Ludwig Gansneder (r.) in Andechs freigesprochen worden. © Andrea Jaksch

Die Kreishandwerkerschaft hat kürzlich im Klostergasthof in Andechs 31 Absolventen freigesprochen. Festredner würdigten ihren Einsatz, warben für die Zukunft des Handwerks und machten den Gesellinnen und Gesellen Mut für ihren weiteren Berufsweg.

Andechs/Landkreis – Mit Stolz, Applaus und vielen guten Wünschen hat die Kreishandwerkerschaft Starnberg kürzlich 31 Absolventinnen und Absolventen im Gartensaal des Klostergasthofs Andechs freigesprochen. Festlich gekleidet feierten sie gemeinsam mit Familien, Freunden, Ausbildern und Ehrengästen. Insgesamt erhielten elf Schreinerinnen und Schreiner, 18 Zimmerinnen und Zimmerer sowie zwei Bäckerinnen und Bäcker ihren Gesellenbrief.

Wilhelm Boneberger, Obermeister der Bäcker-Innung Starnberg, nannte die Freisprechung „wahrlich einen Feiertag“. Andrea Felsner-Pfeifer, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg, betonte: „Mit der Freisprechung erhalten Sie etwas, das man sich nicht kaufen kann.“ Die Gesellinnen und Gesellen übernähmen Verantwortung und könnten stolz auf ihre Leistung sein.

Kreishandwerksmeister Ludwig Gansneder stellte seine Rede unter das Leitwort „Zuversicht“. Er dankte den Nachwuchskräften für Kraft und Durchhaltevermögen, sprach aber auch den Fachkräftemangel an. Viele Stellen blieben unbesetzt, viele Betriebe bildeten gar nicht aus. „Das muss sich dringend ändern“, sagte er. Dennoch sei er überzeugt, dass das Handwerk eine gute Zukunft habe. Politik und Gesellschaft hätten erkannt, „dass es ohne uns nicht geht“. Sein Appell: „Seid Macher und Glücklichmacher.“ Auch der stellvertretende Landrat Georg Scheitz würdigte das Handwerk als „Motor“ und „Rückgrat unserer Heimat“. Die jungen Gesellinnen und Gesellen seien die Zukunft des Mittelstands.

Franz Xaver Peteranderl, Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern, bescheinigte den Absolventinnen und Absolventen: „Sie haben bei Ihrer Berufswahl alles richtig gemacht.“ Sie hätten bewiesen, „dass Handwerk weit mehr ist als nur ein Beruf“. Handwerker seien Menschen, „die Probleme nicht nur besprechen, sondern auch lösen“. Die steigende Zahl neuer Lehrverträge zeige, dass das Handwerk attraktiv bleibe. Er warb für die Meisterprüfung sowie Weiterbildungs- und Förderangebote der Handwerkskammer.

Besonders geehrt wurden die Innungssieger Marc Engelmann (Schreinerei Darchinger, Herrsching), Ariane Deutschmann (Schreinerei Pfisterer, Berg) und Moritz Miersch (Schreinerei Poock, Feldafing) bei den Schreinern sowie Justus Germeier (Betrieb Josef Bernlochner, Hochstadt) bei den Zimmerern. Miersch gewann außerdem den Gestaltungswettbewerb „Gute Form“, Germeier wurde für das beste Gesellenstück ausgezeichnet. Die Gesellenbriefe überreichten die jeweiligen Obermeisterinnen und Obermeister der Innungen: Andrea Schreyegg, Leopold Göring und Wilhelm Boneberger.

Am Gestaltungswettbewerb „Gute Form“ können ausschließlich Gesellinnen und Gesellen aus Innungsbetrieben teilnehmen. Für Ausbildungsbetriebe ist die Mitgliedschaft in der Innung damit auch eine Chance, ihrem Nachwuchs den Zugang zu solchen Wettbewerben und Auszeichnungen zu ermöglichen. Gleichzeitig können die Betriebe die Qualität ihrer Ausbildung nach außen sichtbar machen.

Zum Abschluss trug Ludwig Gansneder das Gedicht „Die Fuge“ vor und sprach die Junggesellinnen und Junggesellen offiziell frei. Mit den Worten „Gott schütze und erhalte unser ehrbares Handwerk“ endete die Feier unter großem Applaus. Anschließend klang der Abend bei einem gemeinsamen Essen aus.

Nicolas Burner